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Gardasee (Riva del Garda)

Wander- und Radtouren

01. - 10. Juni 2013

Leider bot sich dieses Jahr nicht die Gelegenheit, dem Schlechtwetter im Februar oder März auf die Kanaren zu entfliehen. Nach ungefähr einem halben Jahr trüben Wetters mit nur wenigen für Touren nutzbaren Tagen haben wir Anfang Juni endlich zehn Tage Urlaub am Gardasee. Bei der Anfahrt können wir am Arlberg 15 cm Neuschnee neben der Straße besichtigen, und das Anfang Juni. Was für ein Frühling! Unser Stützpunkt am Gardasee ist das Albergo Deva, das ca. 200 Höhenmeter oberhalb von Riva del Garda in Richtung Lago di Tenno liegt.

Riva del Garda, Monte Altissimo di Nago
Riva del Garda, Monte Altissimo di Nago

Sonntag, 02. Juni 2013

Lago di Ledro (665 m), 850 Höhenmeter, 40 km, 5 Stunden

Zur Einstimmung radeln wir zum Lago di Ledro, das heißt erst mal 200 Meter runter nach Riva, dort mehr oder weniger durchs Zentrum (frühmorgens geht das noch ganz gut) und weiter nach Süden am Westufer des Sees. Der angegebene "Radweg" am Ortsende endet in einigen Treppenstufen, das ist mit Anhänger immer ein bisschen lästig. Wo der Tunnel der Hauptstraße Richtung Limone beginnt, wechselt unsere Route auf die alte Ponale-Straße. Bis zum Bau des 4 km langen direkten Tunnels war das die Verbindungsstraße ins höher gelegene Ledro-Tal gewesen. Seit der neue Tunnel in Betrieb ist (er ist für Radfahrer verboten), verfällt die alte Straße am See entlang, wird aber als Radweg noch instandgehalten. Wie sich diese Straße durch die senkrechten Felswände über dem Gardasee hindurcharbeitet, kann man nur als spektakulär bezeichnen.

Am Ende des neuen Tunnels berühren wir kurz die neuere Straße, lassen uns dann auf die empfohlene Mountainbike-Strecke zum Lago di Ledro umdirigieren. Das ist ein ganz hübscher Radweg, durchgehend geteert und mit meistens noch machbaren Steigungen. Wo die Steigungen kräftiger werden, schlägt der Übersetzungsteufel zu und lässt die Schilder auf Deutsch "Fahrrad tragen" empfehlen. In den anderen Sprachen war wohl nur von Schieben die Rede, und tatsächlich genügt das auch. Mit dem Anhänger hätte ich mich mit Tragen auch etwas schwer getan - Glück gehabt.

Der Lago di Ledro liegt auf 660 m, wir hatten also 600 Höhenmeter zu absolvieren. Heute ist das Wetter noch etwas wolkig, es ist nirgends zu heiß oder zu kalt. Pause mit Picknick am See, kleiner Spielplatz für Nina, das genügt dann auch für den Moment. Wir fahren wieder runter (jetzt auf der Straße anstatt auf der Mountainbike-Route) und sind auch durch die Ponalestraße schnell wieder in Riva. Jetzt kommen noch die zweihundert Höhenmeter hoch zum Hotel, aber die sind gar nicht so schlimm. Kurz vor zwei Uhr zurück am Hotel nach 40 Kilometern.

Ponalestraße
Ponalestraße




Lago di Ledro
Lago di Ledro

Ponalestraße, kurz vor Riva
Ponalestraße, kurz vor Riva

Monte Tombio (847 m), 592 Höhenmeter, 17 km, 2 Stunden

Claudia und Nina probieren den Pool aus (17°C Wassertemperatur, aber Nina hat da wenig Hemmungen). Ich darf noch ein bisschen radeln und nehme mir den Monte Tombio (847 m) oberhalb des Hotels vor. Bis zum Ort Campi funktioniert das sehr gut, nur dann bleibe ich zu weit rechts und komme in etwas seltsames Gelände. Mit etwas Fahrrad Tragen ist irgendwann der Gipfel erreicht, wo Festungsanlagen vor sich hin verrotten. Runter geht es einfacher, von hier aus ist der Fahrweg klar zu erkennen. Trotzdem insgesamt ein netter Abstecher, 600 Höhenmeter für die Statistik erbeutet.

Montag, 03. Juni 2013

Wanderung Monte Stivo (2058 m), 983 Höhenmeter, 10 km, gesamt 5 1/2 Stunden

Heute gibt es eine Wanderung. Unser Ziel ist der Monte Stivo, der östlich von Arco eine recht nette Figur abgibt (man sieht ihn vom Hotel aus direkt gegenüber). Die Anfahrt ist etwas kompliziert, wir fahren von Riva über Arco und Vignole auf eine kleine Straße mit hunderttausend Kehren, die eigentlich zum Passo Santa Barbara führen sollte. Wenn sie nicht wegen Bauarbeiten gesperrt wäre (gemäß Schild bis 31.12.2012, gemäß Realität leider offensichtlich noch etwas länger). Stattdessen wird unser Ausgangspunkt die Malga Zanga, deren Anfahrtsweg uns ein Einheimischer sehr freundlich und ausdauernd erklären kann.

Die Malga ist geschlossen, keine Einkehr. Wir marschieren einen hübschen kleinen Pfad aufwärts durch Wald. Bei 1500 m treffen wir auf den Hauptweg, hier sind ein paar Wanderer und auch einige Mountainbiker unterwegs. Weiter oben geht es über Almgelände zu einer Hütte, die leider auch geschlossen ist, und von dort in einer weitere Viertelstunde auf den Gipfel. Knapp drei Stunden, einschließlich einiger Strecke, die Nina selber gelaufen ist. Vom Gipfel (2058 m) hat man eine schöne Aussicht nach Süden über den ganzen Gardasee. Es ist noch etwas Schnee zu finden, um kleine Schneemänner zu bauen. Vielleicht kann man vom Hotel aus ja sehen, wie die sich entwickeln.

Abstieg auf derselben Routen. Viele schöne Blumen begegnen uns; kurz vor der Malga Zanga gibt es noch (recht bescheidene) Reste einer Burg anzuschauen. Das Wetter ist sonnig mit ein paar Quellwolken, so wird es die nächsten Tage auch meist bleiben.

Auf dünnen Wegen wandert es sich gut
Auf dünnen Wegen wandert es sich gut

Der obere Teil des Monte Stivo
Der obere Teil des Monte Stivo

am Gipfel
am Gipfel

Die Brenta ist noch tief verschneit
Die Brenta ist noch tief verschneit

Gardasee, Blick zum Monte Baldo
Gardasee, Blick zum Monte Baldo

Riva
Riva




Ob wir die zwei vom Hotel aus sehen werden?
Ob wir die zwei vom Hotel aus sehen werden?




Flott geht es wieder runter
Flott geht es wieder runter










Im Wald lässt man sich lieber wieder tragen
Im Wald lässt man sich lieber wieder tragen

Dienstag, 04. Juni 2013

Radtour Malga Grassi (1050 m), 880 Höhenmeter, 25 km, gesamt 4 Stunden.

Wieder eine Radtour, und zwar direkt vom Hotel nach oben. Die Malga Grassi ist ein bewirtschaftete Alpe auf 1050 Metern, von dort aus können wir mit dem Rad den Großteil auf geteerten Straßen hochfahren. Das erste Stück ist identisch mit dem Monte Tombio von vorgestern, danach geht es anständig bergauf. Bei der Abfahrt machen wir einen Abstecher zum Ausgrabungsgelände Monte San Martino, wo römische und ältere Siedlungen zu besichtigen sind.

Deva, unser Stützpunkt
Deva, unser Stützpunkt

Die Straße ist meist nicht allzu steil
Die Straße ist meist nicht allzu steil

Bei der Malga Grassi
Bei der Malga Grassi

Viel Grün in der Umgebung
Viel Grün in der Umgebung

Colodri (376 m), 236 Höhenmeter, gesamt 2 Stunden

Die 880 Höhenmeter waren für einen richtigen Tag natürlich noch nicht genug, es ist ja auch erst halb zwei. Mit dem Auto fahren wir nach Arco, setzen Claudia ab am Campingplatz (Startpunkt für den Colodri-Klettersteig) und parken am Kreuzweg Laghel. Mit Nina gehe ich die 225 Höhenmeter bis zum Gipfel des Colodri, wo wir Claudia treffen, die den Klettersteig auf der anderen Seite hochgestiegen ist. So gesehen, ist das Ninas erster "komplett" bestiegener Berg.

Der Wanderweg ist nicht langweilig
Der Wanderweg ist nicht langweilig

Am Gipfel treffen wir uns
Am Gipfel treffen wir uns

Aussicht auf Arco und den Gardasee
Aussicht auf Arco und den Gardasee

Mittwoch, 05. Juni 2013

Radtour: Sarca - Lago di Cavèdine, 47 km, 500 Höhenmeter, netto 4 Stunden.

Wir haben uns eine wenig anstrengende Radtour vorgenommen. Wir radeln von Deva zur Abzweigung der Tunnelstraße und arbeiten uns auf Nebenstraßen nach Arco durch, ohne ganz nach Riva hinunter fahren zu müssen. Am Campingplatz Arco vorbei kommen wir zur Römerbrücke bei Ceniga - ein schöner Ort, um am Fluss eine Pause zu machen. Als wir wieder wegfahren, höre ich "den Anhänger kenne ich doch" - von einer Frau mit Kind, die gerade auf das Flussufer zusteuert. Auch jemand, der durch den Nachwuchs von früheren höheren Zielen (in diesem Fall Aconcagua und Tien Shan, von daher kennt sie meine Webseite) in niedrigere Höhenlagen "gezwungen" wurde.

Die Radtour führt uns über einen sehr schön - fast zu gut - angelegten Radweg am Felssturzgebiet der Marroche di Dro nach Pietramurata, dort drehen wir nach Süden ab am Lago di Cavèdine entlang zurück nach Arco. In Arco gibt's noch ein (sehr gutes) Eis an der Piazza an der Kirche, dann folgen noch unsere 200 Höhenmeter bis Deva.

Römerbrücke bei Ceniga
Römerbrücke bei Ceniga

Radweg durch die Marocche di Dro
Radweg durch die Marocche di Dro

Lago di Cavèdine
Lago di Cavèdine

wieder an der Römerbrücke,
wieder an der Römerbrücke,

Donnerstag, 06. Juni 2013

Santa Barbara / Via dell'Amicizia
Hartmut/Nina: Wanderung Kapelle Santa Barbara (635 m), 775 Höhenmeter, 5 Stunden
Claudia: Klettersteig Cima SAT (1276 m), 1406 Höhenmeter, 5 Stunden

Für heute haben wir uns aufgeteilt: Claudia möchte den Klettersteig Via dell'Amicizia gehen, für Nina ist das natürlich nichts. Also fahren wir gemeinsam mit dem Rad nach Riva, Claudia fährt/schiebt/geht direkt Richtung Klettersteig aufwärts, und Nina und ich radeln oder schieben zur Bastione hoch. Die Bastione selbst ist nicht allzu interessant, weil der Eingang zu den oberen Gängen verschlossen ist. Wir wandern bald weiter zum Rifugio Santa Barbara, ein schmaler aber ordentlicher Steig, auf dem man als Vierjährige schon öfters mal ein wenig klettern muss. (200 Höhenmeter lässt sich Nina bequemerweise aber tragen.) Die Kapelle Santa Barbara liegt auf 635 m, also 550 m oberhalb von Riva. Man schaut fast senkrecht auf den Hafen hinunter. Nach kurzem Picknick machen wir uns auf den Rückweg zur Bastione und nach Riva hinunter. Claudia hat inzwischen die langen Leitern des Klettersteigs absolviert und den sehr steilen, schmalen Abstieg von der Cima SAT hinter sich gebracht, wir treffen uns am Spielplatz in Riva.

Bastione
Bastione

Für den schmalen Weg haben wir den Gurt dabei
Für den schmalen Weg
haben wir den Gurt dabei


Riva - 600 Meter unterhalb der Kapelle
Riva - 600 Meter unterhalb der Kapelle

Kapelle Santa Barbara
Kapelle Santa Barbara







Via dell'Amicizia
Via dell'Amicizia




Tiefblick nach Riva und Arco
Tiefblick nach Riva und Arco

Die ganz lange Leiter
Die ganz lange Leiter




Der Gipfel der Cima SAT
Der Gipfel der Cima SAT

Links im Wald sieht man die Bastione und in der Bildmitte die Hütte Santa Barbara
Links im Wald sieht man die Bastione
und in der Bildmitte die Hütte Santa Barbara









So sieht das Ganze von der Promenade in Riva aus
So sieht das Ganze von der Promenade in Riva aus:
Bastione und hoch darüber die Cima SAT;
die Kapelle findet man links oben


Freitag, 07. Juni 2013

Wanderung: Monte Misone (1803 m), 1133 Höhenmeter, 12 km, 6 Stunden

Der Monte Misone steht als markante Spitze über dem Lago di Tenno; man sieht ihn gut vom Hotel aus. Wir besteigen ihn von hinten vom Passo Ballino aus, von dort sind es 1050 Höhenmeter zuerst durch einen schattigen Wald. Der Weg wird immer schmäler und steiler (und durchs Laub auch ziemlich rutschig), bis wir über einen kleinen Pass zur Malga di Tenno gelangen. Die letzten 250 Höhenmeter durch schöne Bergwiesen kann Nina wieder selber gehen; der Gipfel ist eine unerwartet flache Blumenwiese. Von Riva her sieht man tatsächlich nicht den eigentlichen Gipfel, sondern einen südlich vorgelagerten steilen Felskopf.
Beim Abstieg müssen wir uns etwas beeilen, der Gewitterdonner ist nicht allzuweit entfernt. Das Schlechtwetter kommt aber nicht zu uns.







Monte Misone (1803 m)
Monte Misone (1803 m)

Gardasee. Am Monte Baldo sind schon viele Quellwolken unterwegs.
Gardasee. Am Monte Baldo sind schon viele Quellwolken unterwegs.

Im Abstieg spielt man gerne Pferd
Im Abstieg spielt man gerne Pferd




Weiter unten möchte das Pferd getragen werden
Weiter unten möchte das Pferd getragen werden


 

Monte Misone, vom Albergo Deva aus gesehen
Monte Misone, vom Albergo Deva aus gesehen

Colodri

Vor dem Abendessen noch ein kurzer Abstecher nach Arco, ich prüfe den Colodri-Klettersteig auf Eignung für kleine Kinder. Als Erwachsener braucht man eine halbe Stunde hoch und ungefähr genauso lang wieder runter.

Samstag, 08. Juni 2013

Rad: Tremalzo (1833 m), 1618 Höhenmeter, 61 km, 7 Stunden

Claudia bringt mich und mein Fahrrad an den Lago di Ledro, um dann mit Nina einen ruhigen Tag auf diversen Spielplätzen in Riva zu verbringen. Ich beschäftige mich derweil mit einer Mountainbiketour über die Tremalzo-Straße. Von Molina spart man sich die ersten 600 Höhenmeter von Riva her, die wir ja schon kennen. Nach knapp 600 Höhenmetern per Rad durch dichten Wald erreicht der Feldweg den Bergkamm, dem er dann weiter nach Westen folgt. Die eigentliche Militärstraße kommt am Passo Nota von Süden her dazu. Es geht dann in vielen Kehren entlang der Südflanke bis zum kleinen Passtunnel auf 1833 m hinauf.
Leider hat es sich am höchsten Punkt schon zugezogen, und von Westen her kommen schwarze Wolken auf mich zu. Den Abstecher zum Gipfel des Monte Tremalzo muss ich mir also sparen. Am Beginn der öffentlichen Straße zum Passo Tremalzo, die von Norden her hinaufführt, steht ein Gasthaus. Einkehren und das Unwetter abwarten, oder versuchen vor dem Regen ins Tal zu kommen? Ich entscheide mich für die zweite Lösung, die sich sehr schnell als die schlechtere herausstellt. Wenige Minuten nach Beginn der Abfahrt beginnt es plötzlich in Strömen zu regnen, am Anfang ist auch Hagel dabei. Zum Glück ist die Straße geteert, man kann recht schnell hinunterfahren. Die 14 Kilometer Abfahrt mit fast 1000 Höhenmetern dauern nur eine halbe Stunde, und unten am Laghetto d'Ampola hört es auf zu regnen.

In Riva hat es nur kurz genieselt, sonst war es ziemlich sonnig. Vielleicht wäre ich auch besser auf den Spielplatz gegangen. Da hätte ich aber kaum so eine Aussicht gehabt, und es wäre konditionell auch weniger interessant gewesen.

Der schönste Teil der Strecke beginnt bei 1400 m
Der schönste Teil der Strecke beginnt bei 1400 m

Steile Kehren, 1600 m
Steile Kehren, 1600 m

Blick zurück
Blick zurück

Der Tunnel am höchsten Punkt
Der Tunnel am höchsten Punkt

Monte Tremalzo
Monte Tremalzo

Am Lago di Ledro ist es wieder trocken und warm
Am Lago di Ledro ist es wieder trocken und warm

Gardasee
Gardasee

Sonntag, 09. Juni 2013

Rad: Rifugio Pernici (1605 m), 911 Höhenmeter, 19 km, 4 Stunden

Da uns für den heutigen Tag keine passenden Wanderziele einfallen, unternehmen wir eine Radtour zum Refugio Pernici. Das liegt auf der anderen Seite des Bergkamms über der Malga Grassi (siehe letzter Dienstag). Wieder ist uns der komplette Anstieg per Fahrrad (mit Anhänger) von Riva zum Lago di Ledro ein bisschen viel, so starten wir jenseits des Lago di Ledro in Lenzumo (793 m). Die Straße ist bis 1400 m geteert, ab dort nur ein Feldweg. Ganz am Ende gibt es auch noch eine Querung, bei der man zeigen kann, ob man genau weiß wie breit der Kinderanhänger ist...
Nach der Rast an der Hütte (1605 m) wandern noch ein Viertelstündchen den Höhenweg entlang, der von der Cima SAT oberhalb Riva herkommt. Auf die Gipfel zu kommen, erscheint aber schwierig, die Grashänge sind sehr steil und abseits des Wegs nicht zu begehen. Also kein Gipfel, muss ja auch nicht sein. Die Abfahrt geht schnell, eine Dreiviertelstunde zurück zum Auto. Das ist auch gut so, denn gerade als wir alles verstaut haben und losfahren, kommt das Gewitter.

Nur das letzte Stück ist Schotterstraße.
Nur das letzte Stück ist Schotterstraße.

Kunst am Baum
Kunst am Baum

An der Bocca di Trat (1582 m)
An der Bocca di Trat (1582 m)

Rifugio Pernici
Rifugio Pernici




Montag, 10. Juni 2013

Klettersteig/Wandern: Colodri (376 m), 276 Höhenmeter, gesamt 3 Stunden

Nina möchte gerne selber klettern. Für echte Klettereien haben wir nicht genug Ausrüstung dabei, aber der Colodri-Klettersteig sollte nach unseren Erkundungen genügend Kletterei bieten. Am Wochenende wollten wir ihn aber nicht gehen, weil dann eher viel los sein dürfte und wir den anderen im Weg wären. Also Montag.
Nina wird mit einem kurzen Seil von oben gesichert, denn es gibt keine Klettersteigsets für Kinder. Papa steigt voraus, Mama gibt von hinten gegebenenfalls Hinweise. Der Steig ist relativ einfach, aber öfters doch recht steil und ausgesetzt. Auch dort, wo die Tritte für ein vierjähriges Kind viel zu weit vom Drahtseil entfernt sind, arbeitet Nina sich auf Reibung fast professionell über die Platten hinweg. Wir brauchen etwas über eine Stunde für die 130 Höhenmeter Klettersteig, oben zeigt sich schon ein wenig die Anstrengung.
Über den Gipfel gehen wir auf der Rückseite (die wir ja schon kennen) hinunter und durch Arco (da gibt es gutes Eis am Platz vor der Kirche) zurück zum Parkplatz.

Der Steig führt diagonal nach links hoch über das Band
Der Steig führt diagonal nach links hoch über das Band

Einer der Türme der Burg von Arco
Einer der Türme der Burg von Arco

Fertig zum Klettern
Fertig zum Klettern




Bald wird es luftiger
Bald wird es luftiger
















Die hohen Stufen sind eine Herausforderung
Die hohen Stufen sind eine Herausforderung

Kurz vor dem Ausstieg
Kurz vor dem Ausstieg

Zum Colodri-Gipfel geht es links außenherum
Zum Colodri-Gipfel geht es links außenherum





Kartenskizze
Kartenskizze

Praktische Hinweise zu den geschilderten Touren

Albergo Deva

Wir hatten die Unterkunft beim Discounter gebucht und waren insbesondere mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis sehr zufrieden. Das Zimmer war ordentlich, die Wirtsleute freundlich (sprechen italienisch und deutsch).
Das Frühstück bot normale Auswahl, das Abendessen war reichlich und ausgezeichnet - besonders die Pizza (man konnte zwischen zwei Varianten normales Menü oder alternativ Pizza wählen). Auch nur als Restaurant kann man das Albergo Deva ohne Einschränkung empfehlen.
Durch die etwas abgelegene Lage war es nachts recht ruhig. Die 200 Höhenmeter von Riva aus waren per Fahrrad kein Problem, auch mit Anhänger. Ohne eigenes Fahrzeug wäre man hier allerdings ziemlich aufgeschmissen.
Nachmittags ab 16 / 17 Uhr liegen die Hänge im Schatten, was an heißen Tagen kein Nachteil sein muss. Der Pool war mit anfangs 17°, später 19° noch recht kühl. Aber wir sind ja auch nicht zum Baden verreist.

Radtouren:

Anmerkung: Deva (unser Hotel) liegt knapp 5 km nördlich von Riva und 210 Höhenmeter oberhalb.

Lago di Ledro

gesamt 30 km, +/- 650 Höhenmeter ab Riva

Vom Hafen in Riva aus am See südwärts in Richtung Limone (der "Radweg" direkt am See endet in einigen Stufen, besser also gleich an der Straße orientieren). Vor dem Straßentunnel verlässt man die Straße und folgt einem Schotterweg, das ist die alte Straße. Diese arbeitet sich mit einigen Tunnels durch die steile Felswand oberhalb des Sees, dabei steigt sie allmählich an. Nach zwei Kehren kommt man eine Abzweigung (Höhe 270 m), an der man südwärts nach Pregasina weiterfahren könnte. Zum Lago di Ledro hält man sich hier rechts weiter den Berg aufwärts. Am Portal des neuen Tunnels (Höhe 340 m) trifft man auf die Autostraße, der man 200 Meter weit folgt; danach ist links eine "empfohlene Mountainbike-Route" ausgeschildert. Das ist ein ganz netter geteerter Weg, der nur an zwei Stellen ziemlich steil wird. In Molina di Ledro (660 m) trifft man wieder auf die Straße.
Man kann den See im Uhrzeigersinn umrunden, die linke Seite ist für Kfz nicht durchgängig und daher ruhiger. Die Straße auf der Nordseite ist dagegen stark befahren, es gibt keinen Radweg (und der Weg neben der Straße ist explizit als reiner Fußweg ausgeschildert).
Ab Molina kann man statt des bei der Auffahrt benutzten MTB-Weges großteils auch die Straße benutzen, ab dem Tunnelportal muss man wieder der alten Ponale-Straße nach Riva folgen. Der 4 km lange Tunnel nach Riva ist für Fahrräder verboten.
Landkarte: [6] ist am detailliertesten, [4] geht auch. [5] ist hier zu ungenau.

Monte Tombio

8.5 km einfache Distanz, 600 Höhenmeter von Deva aus

spontaner Nachmittagsausflug, bietet sich vom Albergo Deva aus an. Die Strecke entspricht dem ersten Teil der Route zur Malga Grassi.
In Campi am kleinen Brunne nach links abbiegen und danach weiterhin links halten. Ich war im Aufstieg dem "Hauptsträßchen" gefolgt, das aber ins Nichts führt. Folgt man dem richtigen Weg, kommt man mit dem Rad bis zu einem versperrten Tor. Die letzten 200 m Strecke muss man dann zu Fuß zurücklegen.
Landkarte: wie Malga Grassi (s.u.)

Malga Grassi

Ab Deva 12 km einfache Distanz, 800 Höhenmeter

[2]Nr. 12, genau wie dort beschrieben.
Landkarte: [6] bietet die beste Darstellung, es geht aber auch mit [4].

Sarcatal

von Deva 46 km und 500 Höhenmeter.

Vereinfachte Kombination aus [2]Nr.8 und Nr.9, dadurch keine Mountainbiketour mehr sondern eher eine gemütliche Radtour meist auf breiten Wegen, teils auch auf normalen Straßen.
Landkarte: [5].

Rifugio Pernici

[2]Nr.18, fast genau wie dort beschrieben.
Landkarte: [6] bietet die beste Darstellung, es geht aber auch mit [4].

Tremalzo

+1600 Höhenmeter, 61 km (inclusive der Gegensteigung Riva-Deva). Siehe [2]Nr.20. Für den Rückweg ab Tremalzo bin ich aber nicht weiter der beschriebenen Route gefolgt, sondern über die Teerstraße hinunter ins Tal und auf der Straße nach Molina di Ledro und die bereits bekannte Strecke über die Ponalestraße hinunter nach Riva.
Landkarte: Auf [4] ist nur der erste Teil abgebilder, [5] enthält die ganze Strecke, ist aber nicht sehr detailliert. Die beste Darstellung bietet [6].

Wanderungen:

Monte Stivo (2059 m)

850 Höhenmeter, knapp 10 km Gesamtstrecke, Aufstieg 2 1/2 Stunden

[1]Tour 3, wobei die Strecke dort von Santa Barbara her beschrieben ist. Wir starteten dagegen an der Malga Zanga oberhalb von Monte Velo.
Landkarte: [4].

Monte Misone (1803 m)

1100 Höhenmeter, Gesamtstrecke 12 km.

Der Monte Misone steht markant über dem Lago di Tenno nordöstlich von Riva. Es führt ein Weg vom Passo del Ballino (764 m) im Norden und einer von Calvola (Ville del Monte) von Süden zur Malga di Tenno. Wir sind den nördlichen Weg gegangen, zuerst Fahrstraße, dann ein Pfad, der sich einen steilen Berghang hochwindet. Von 1400 bis 1600 m war der Weg durch Laub unangenehm rutschig. Zeit bis Malga di Tenno ca. 2 Stunden. Ab Malga di Tenno ist der Gipfelanstieg für beide Wege gleich, ein guter Pfad durch in 45 Minuten mäßig steile Wiesenhänge zum flachen Gipfelplateau.
Landkarte: [5], für den größten Teil (außer Ausgangspunkt) auch [6].

Rifugio bzw. Kapelle Santa Barbara (635 m)

Ab Riva knapp 600 Höhenmeter, ca. 4 km einfache Strecke.

Ist in [1]Tour 33 beschrieben. Um mit dem Fahrrad zur Bastione zu gelangen, sollte man von den zwei Möglichkeiten auf der Kompass-Karte [4] die südlichere nehmen. Man erkennt sie daran, dass sie mit relativ mäßiger Steigung in etwa hunderttausend Kehren den Hang hochführt. Der nördlichere Weg ist sehr steil und nicht vernünftig fahrbar.
Landkarte: [4], besser [6].

Via dell'Amicizia (Cima SAT 1276 m)

Ab Riva 1200 Höhenmeter, 5 km einfache Strecke.

In [3] beschrieben. Führt über sehr lange, luftige Leitern auf die Cima SAT (1276 m). Abstieg von der Cima SAT das erste Stück recht luftig, dann vorsichtig auf einem kleinen, steilen Pfad auf der Nordseite des Bergs wieder zum Ausgangspunkt.
Landkarte: [4], besser [6].

Colodri

Die Wanderung von Arco auf den Colodri ist der erste, kindergeeignete Teil von [1] Tour 5. Der Klettersteig ist in [3] beschrieben, der eigentliche Steig beinhaltet nur eine Höhendifferenz von 150 Metern. Nach dem Ausstieg aus dem Klettersteig geht man ca. 10 Minuten zum Gipfelkreuz des Colodri, wo man auf die Wanderroute trifft. Diese kann man dann nach Arco absteigen und durch den Ort zum Ausgangspunkt zurückgehen. Landkarte: [4].

Literatur

Führerliteratur

  • [1] MM-Wandern Gardasee (Ausgabe 2012), ISBN 978-3-89953-734-5
  • [2] bikeline MountainBikeGuide Gardasee, Ausgabe 2011.
  • [3] Hüsler Klettersteigatlas Alpen

Landkarten

  • [4] Kompass WK 697 "Gardasee", 2 Blätter 1:35000, davon nur das Nordblatt (das leider knapp jenseits von Arco endet).
  • [5] Kompass WK 071 "Alpi di Ledro / Valle Giudicarie" 1:50000. Größerer Ausschnitt besonders nach Norden hin, aber nicht besonders detailliert.
  • [6] LagirAlpina Wanderkarte No. 16 "Alpi di Ledro - Tremalzo" 1:25000. Gute Karte des Bereichs um den Lago di Ledro. Riva liegt am oberen rechten Ende.

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© 2013 Hartmut Bielefeldt und Claudia Bäumler

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Letzte Änderung am Samstag, 10. August 2013 durch Hartmut Bielefeldt