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Piz Palü (3905 m)

Alpenvereinstour der DAV-Sektion Überlingen

Bericht
05.-06. September 1998

Samstag

Eigentlich hatten wir das Bishorn im Programm, aber aus beruflichen Gründen mußten wir diese dreitägige Tour durch etwas Kürzeres ersetzen. Also wird die Ausschreibung auf den Piz Palü abgeändert.
Die Strecke von der Bovalhütte ist ungünstiger als über die Diavolezza, denn bei letzterer sind die Tagesetappen für Samstag und Sonntag mit ca. 1000 Höhenmetern ungefähr gleich. Schließlich müssen wir am Sonntag auch noch nach Hause fahren, und da kann es im September mit 1500 Höhenmetern schon knapp werden. (So viel zur "Rechtfertigung" ...)
Am Samstagmittag empfängt uns ein selten schlechtes Wetter an der Diavolezza-Talstation. Dauerregen und gerade mal ein paar Grad über Null, da ist der geplante vierstündige Aufstieg zur Diavolezza (der natürlich viel besser für die Akklimatisation gewesen wäre) schnell der "degenerierten Variante" für SFr 18 pro Nase zum Opfer gefallen.
Am Nachmittag bleibt uns so noch viel Zeit, um endlich mal wieder intensiv Spaltenbergung zu üben.

Sonntag

Der nächste Morgen bringt noch nicht die angesagte Wetterbesserung. Die Querung auf dem Pfad zur Fuorcla Trovat ist durch den in der Nacht gefallenen Schnee etwas rutschig, aber danach gibt es auf dem Gletscher erst mal kaum Probleme. Auf 3300 m, am oberen Rand des ersten Gletscherbruchs, kommt der Verkehr ins Stocken. Einige Gruppen halten sich rechts, andere eher links; die linke Variante stellt sich als die Gangbarere heraus, aber auch dort gibt es ein paar Meter ziemlich steiles Eis zu klettern und einige tiefe Löcher zu umgehen. Danach wird es wieder einfacher. Die Höhe macht sich langsam bemerkbar, aber freundlicherweise bessert sich das Wetter jetzt merklich. Wir können sogar schon unser Ziel sehen.
3300 m
3300 m - das Ziel taucht aus dem Nebel auf.

Um viertel vor zehn (vier Stunden nach unserem Aufbruch auf der Diavolezza) erreichen wir den Sattel am Gipfelgrat. Von hier aus geht es steil bergauf, oben etwas ausgesetzt, aber ohne weitere technische Einlagen zum Ostgipfel (3882 m), der in einer halben Stunde erreicht ist.
kurz vor dem Gipfel
Kurz vor dem Gipfel.
Blick vom Gipfelgrat nach unten
Blick vom Gipfelgrat nach unten.
Wie allen anderen Gruppen auch, genügt uns das für heute. Zum Hauptgipfel müßte man noch ein ganzes Stück durch teils knietiefen Neuschnee spuren, und dazu hat irgendwie keiner so recht Lust. Die knapp zwanzig Meter Höhendifferenz sollen uns auch nicht stören.
Nach ausgiebiger Würdigung der Aussicht machen wir uns bald wieder auf den Abstieg; der Schnee wird schon bald matschig und stollt an den Steigeisen. Das Steilstück mit der schwierigen Stelle kostet auch im Abstieg Zeit, wir brauchen daher zwei Stunden vom Sattel bis zum Gletscherende, und von dort nochmals eine Stunde zur Diavolezza.
Rückweg im Gletscherbruch
Auf dem Rückweg, im Gletscherbruch.
Piz Palü
Piz Palü von der Diavolezza aus gesehen
Diavolezza
Rast an der Diavolezza.
Dort folgt eine ausführliche Rast mit hervorragender Aussicht auf den Berg, dessen Gipfel wir noch vor ein paar Stunden bevölkert haben. 1 1/4 Stunden von der Diavolezza zur Talstation (durch meist ziemlich ödes Skipistengelände), und wir sind wieder am Auto.

Praktische Hinweise

Schwierigkeit, beste Jahreszeit
Der Piz Palü ist eine reine Gletschertour - ausschlaggebend ist im Wesentlichen der Zustand des ersten Gletscherbruchs auf ca. 3300 m. Gegen Saison-Ende gibt es hier weit klaffende Spalten und kurze (aber steile) Blankeis-Stellen. Weier oben gibt es auf etwa 3600 m noch eine Querspalte, deren Überschreitung Probleme bereiten könnte.
Insgesamt ist der Piz Palü eher ZS- als WS, im Frühsommer mit guter Schneebedeckung wohl einfacher.
Als Skitour kann man mit Ski bis zum Sattel auf 3730 m aufsteigen, wenn die Spalten gut genug verschneit sind. Im Winter kann man allerdings dem Weg von der Diavolezza am Piz Trovat vorbei zur Fuorcla Trovat nicht folgen und muß von der Diavolezza erst 200 m aufs Gletscherplateau abfahren (und diese 200 Höhenmeter natürlich danach wieder reinarbeiten).
Landkarte: LKS 1277 Piz Bernina und LKS 268S Julierpass (Skirouten).
Unsere Zeiten
        05:35 Diavolezza              (2974)
06:15 - 06:30 Fuorcla Trovat          (2980)
08:35 - 08:40 Vadret Pers             (3350)
09:45 - 10:00 Sattel bei P.3731       (3730)
10:30 - 10:50 Piz Palü Ostgipfel      (3882)
11:20 - 11:30 Sattel bei P.3731       (3730)
13:30 - 13:35 Fuorcla Trovat          (3350)
14:30 - 15:35 Diavolezza              (2974)
16:50         Talstation Diavolezza   (2085)
Diavolezza
Die Diavolezza ist ein Restaurant-/Hotelbetrieb an der Seilbahn-Bergstation und keine Berghütte. Immerhin ist man dort auf die Bergsteiger ganz gut eingerichtet, es gibt Lager zum Preis von SFr 34.-, und das Frühstück wird auch für die Frühaufsteher am Tisch bereitgestellt. (Das Frühstück ist inclusive.) Heisswasser (Teewasser) wie auf "echten" Hütten gibt es nicht, wohl aber Marschtee am Morgen (Flaschen abends abgeben).
Da hier auch viele Bergführerpartien übernachten und auch andere Gruppen nach irgendwelchen Feiern übernachten, ist eine vorherige Reservierung dringend zu empfehlen.
Tel. ++41 81 842 6205
Die Seilbahn kostet Fr. 18.- (Bergfahrt) bzw. Fr. 25.- (Retour), das Halbtax-Abo wird anerkannt.
Führer/Karte
Führer:
  • SAC, "Bündner Alpen 5, Bernina-Gruppe" (1993), Routen 6 (Diavolezza), 302
Landkarte:
  • 1:50000 LKS 268S "Julierpass"
  • 1:25000 LKS 1277 "Piz Bernina"

Sonstige Anmerkungen
Wie wir später erfahren, sind am selben Tag zwei Teilnehmer einer geführten DAV-Tour [nicht von unserer Sektion] auf die Zugspitze an Erschöpfung gestorben. Im Nachhinein besehen ist es daher sicher besser gewesen, uns nicht in diesem naßkalten Wetter hinaufzumühen.
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© 1998 Hartmut Bielefeldt

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Letzte Änderung am Freitag, 9. August 2002 durch Hartmut Bielefeldt