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Tenerife 2012: Wanderungen

09. - 30. März 2012

Kurzzusammenfassung - Touren
Tourmax. Höhe (m)Strecke (km)HöhenmeterZeit gesamt
Conde10015.24712:50
Guajara27159.96504:35
Roques de García21984.62432:10
Roque de los Almendros / El Sombrero25318.45864:20
Los Silos - Erjos10025.68932:55
Pico Viejo313513.311954:55
Montaña de Guaza42820.95043:30
Montaña de las Cuevitas18075.02072:10
Barranco de Masca64012.07405:10
Roques de Chabao22255.83453:20
Pico del Teide (über Montaña Blanca)371811.714386:05
Roque de la Grieta257514.38235:10
Pico Viejo - Pico del Teide371811.817486:20
Sombrero de Chasna24858.96354:35
Guergues-Steig10285.74313:10
Montaña de Guaza42825.15244:30

Bericht

Freitag, 09.03.

Anreise

Genau nach Flugplan kommen wir vormittags um halb zwölf nach fünf Stunden Flug von Friedrichshafen aus in Teneriffa an. Wir, das sind in diesem Fall wir drei (Claudia, Nina und Hartmut) und meine Eltern. Ninas Großeltern sind für die nächsten zwei Wochen weniger zum Wandern, sondern zum Entspannen hier. Die "jüngere Generation" bleibt drei Wochen, wir möchten als Schwerpunkt eher das Wandern sehen. Ob Nina das auch so sieht, wird sich zeigen.

Das Wetter ist diesmal sehr trocken, momentan auch diesig durch einen warmen Wind aus der Sahara, der Wüstensand mit sich führt.

Samstag, 10.03.

Conde (1001 m)

Nachdem der Mietwagen abgeholt ist, fahren Claudia und ich mit Nina nach Arona und gehen als "Akklimatisationstour" auf den Conde (1001 m). Diesmal ist die Vegetation weitgehend vertrocknet, es hat offensichtlich schon lange nicht mehr nennenswert geregnet.

Nina hat auch in der sicheren Höhe der Rückentrage Angst vor den Eidechsen, deren schnelles Verschwinden und Rascheln ihr wohl unheimlich ist.

Conde, abends vom Hotel aus gesehen
Conde, abends vom Hotel aus gesehen




Abstieg vom Conde
Abstieg vom Conde

Sonntag, 11.03.

Guajara (2715 m)

Um nicht den langen Fahrweg mit der Gegensteigung zweimal laufen zu müssen, steigen wir über die Degollada de Ucanca und das Felsband auf den Guajara. Mit der Kraxe ist der schmale und steile Weg interessant, aber unproblematisch. Auf der Route ist ziemlich viel los, es ist wohl ein Laufclub aus Orotava hier, wir sehen auch T-Shirts "Cabra loca". Die verrückten Ziegen sind natürlich etwas schneller als wir.

Nina hat sich mittlerweile davon überzeugen lassen, dass die Eidechsen harmlos sind. Jetzt schaut sie fleißig, ob sie am Wegrand welche unter den Steinen verschwinden sieht. Im oberen flachen Bereich des Abstiegs kann sie auch viel selber gehen; wenn der Weg einen größeren Schritt über Steine hinunter erfordert, zeigt sie ihrer Mama genau, wie man das machen muss.

Das Felsband
Das Felsband

Der Weg ist unproblematisch
Der Weg ist unproblematisch




Pause auf dem Guajara
Pause auf dem Guajara

Runter geht Nina selber
Runter geht Nina selber

Helle Lava, dunkle Lava...
Helle Lava, dunkle Lava...




Guajara; oben das Band mit dem Aufstiegsweg
Guajara; oben das Band mit dem Aufstiegsweg

Montag,12.03.

Roques de García (höchster Punkt 2198 m)

Kein allzugroßes Wanderprogramm: Nachdem wir nun zum vierten Mal auf Teneriffa sind, sehen wir uns endlich mal die Roques de García an. Das sind die seltsamen Felsformationen dort, wo vormittags die vielen Busse mit fotografierenden Touristen halten.

Die Touristen kommen meist nur bis zum Aussichtspunkt (wenn sie nicht schon vorher über den herausgestreckten Tablet-Computer gestolpert sind). Die Rundwanderung am Fuß des Teide bietet schöne Blicke in eine sehr bizarre Felsgruppe. Nina ist weniger laufbegeístert heute, aber ihre Motivation lässt sich durch auf den Felsen am Wegrand wartende Gummibärchen durchaus beeinflussen. Auf der Rückseite der Roques schläft sie friedlich in der Kraxe. Insgesamt sind wir gut zwei Stunden unterwegs.

eine gute Rennstrecke
eine gute Rennstrecke

Die Lava hat große Hohlräume
Die Lava hat große Hohlräume

Dass dieser Fels noch steht...
Dass dieser Fels noch steht...

Dienstag, 13.03.

Roque de los Almendros (2523 m) / El Sombrero (2531 m)

Nachdem wir uns letztes Jahr am Roque de los Almendros sowohl im Auf- wie im Abstieg etwas verlaufen hatten, achten wir dieses Mal besonders genau auf den Weg. Im Bereich des großen Schuttfelds ist es auch diesmal schwierig, Steinmännchen zu finden; wir erreichen den Gipfel aber mit etwas weniger Umwegen. Nach etwas Suche findet sich am Nordende des Gipfelbereichs ein kleiner Steig (mit Steinmännchen markiert), der einigermaßen vernünftig in den Sattel zwischen Almendros und Sombrero hinabführt. Von dort ist der Weiterweg durch die Felsbänder zum Sombrero recht logisch und immer wieder markiert. Wenn man diesen auffälligen Berg von der Straße aus sieht, glaubt man kaum, dass man den Gipfel des Sombrero ohne Kletterei erreichen kann, aber tatsächlich muss man nur für drei Meter die Hände aus den Taschen nehmen. Oben ist reichlich Platz, um Nina ein bisschen Auslauf zu ermöglichen.

Für den Abstieg wollen wir nicht zurück über den Roque de los Almendros und peilen einen Pfad rechts davon an. Vom Sattel aus ist der Beginn dieses Weges nicht zu finden, so gibt es einige verkratzte Beine bei der Querung durchs Gestrüpp. Der Weg ist den Hang hindurch dann gut, im Abstieg zur Straße ist er aber wieder nur mit großen Schwierigkeiten zu finden. Dann geht's noch zwei Kilometer die Straße hinunter bis zum Auto.

Unterwegs vom Almendros zum Sombrero
Unterwegs vom Almendros zum Sombrero

Da gehts rauf (allerdings linksherum ohne Kletterei)
Da gehts rauf (allerdings linksherum ohne Kletterei)

Eindrucksvoller Blick aufs 1798er Lavafeld und die Straße
Eindrucksvoller Blick aufs 1798er Lavafeld und die Straße




El Sombrero
El Sombrero

Mittwoch, 14.03.

Los Silos - Erjos

Mit den Großeltern zusammen fahren wir mit dem Auto nach Los Silos an der Nordküste. Während sie die Gegend dort besichtigen, wandern wir durch das kleine Tal Barranco del Agua nach Erjos. Sieht man die Steilwände oberhalb von Los Silos, dann glaubt man kaum, dass es da ein Entrinnen nach oben gibt. Tatsächlich führt ein einfacher Weg in vielen Kehren in ein unauffälliges, etwas hochgelegenes Seitental hoch, das dann nur noch allmählich ansteigt. Das ganze Tal war früher wohl landwirtschaftliche Anbaufläche, was man an den vielen kleinen Terrassen noch erkennt. Mittlerweile ist es aber von einem dichten Wald bewachsen, der dem Wanderweg perfekt Schatten bietet.

Nach drei Stunden sind wir in Erjos, 900 Höhenmeter über dem Ausgangspunkt. Das Wetter ist sonnig, was im Tenogebirge nicht unbedingt normal ist.













Donnerstag, 15.03.

Pico Viejo (3135 m) über Weg Nr. 9

Nina bleibt heute bei Oma und Opa im Hotel; Claudia und ich frühstücken eine Stunde früher als sonst. Um halb neun sind wir so am Ausgangspunkt nordwestlich des Mirador de Chío, die Straßen sind um diese Zeit noch gut befahrbar (die Sightseeing-Renterausflüge sind da noch beim Frühstücken). Den ganzen Weg hoch zum Pico Viejo ist es sehr windig - Nina hätte wahrscheinlich keine große Freude daran gehabt. Diesmal gelingt es uns endlich mal, die richtige Wegspur zu finden. Nach drei Stunden sind wir am Gipfel, die Aussicht in die Ferne ist eher dunstig. Ohne Schnee wirkt der Teide von hier auch nicht ganz so riesig wie letztes Jahr. Der große Krater des Viejo ist immer wieder eine Augenweide.

Der Gipfel lädt auch heute nicht zu einer längeren Rast ein, wir machen uns bald wieder an den Abstieg. Knapp zwei Stunden über den staubigen Weg zurück zur Straße.

Eintöniger Aufstieg durch eine Steinwüste
Eintöniger Aufstieg durch eine Steinwüste

Am Krater, oben rechts hinten der Gipfel
Am Krater, oben rechts hinten der Gipfel

Der Teide ist noch 700 Meter höher
Der Teide ist noch 700 Meter höher

Staubiger Rückweg
Staubiger Rückweg

Freitag, 16.03.

Montaña de Guaza (428 m)

Nach der gestrigen längeren Unternehmung soll das heutige Programm dafür etwas kürzer sein. Wir joggen nach dem Frühstück nach Los Cristianos. Mit dem Kinderwagen ist das morgens um zehn schon ein anspruchsvolles Unterfangen, schließlich muss man immer wieder um die sich hier bereits "bewegenden" Fleischberge herumfahren. Menschen unter 100 kg scheinen hier eher die Minderheit zu stellen...

Am Ende des Strands "Playa Callao" in Los Cristianos beginnt der Aufstieg zur Montaña de Guaza (428 m), der für den Kinderwagen allerdings nicht tauglich ist. So gehen ich und Claudia einzeln auf das Gipfelchen, und einer bleibt bei Nina und spielt mit ihr am Meer oder auf dem Spielplatz. Da es recht warm ist und wir keine so rechte Lust auf den Rückweg zu Fuß über die Promenade haben, nehmen wir den Bus von Los Cristianos bis zur Haltestelle unterhalb des Hotels.

Samstag, 17.03.

Montaña de las Cuevitas

Heute ist es auch unten windig. Oben in den Canadas ist es zwar nicht sonderlich kalt, für eine Wanderung mit Kleinkind aber zu stürmisch. Etwas weiter Richtung Chío ist der Wind etwas schwächer, dort machen wir eine kleine Wanderung mit insgesamt 250 Höhenmetern.auf die Montaña de las Cuevitas (1807 m). Nina fühlt sich in der Kraxe wohl, läuft später mit Freude im schwarzen Sand den Berg abwärts.

Gute Aussicht auf Teide und Viejo
Gute Aussicht auf Teide und Viejo




Unten in der "Stadt" ist es nachmittags sehr warm (28°C).

Sonntag, 18.03.

Barranco de Masca

Bei der Anfahrt über den Tabaibapass kommen uns die Wolken aus Nordosten schon entgegen. Also ändern wir unsere Pläne von Teno auf Masca, denn dort ist es sonnig. Die Mascaschlucht ist bei dem trockenen Wetter deutlich einfacher als vor zwei Jahren, die Szenerie bleibt eindrucksvoll. Der "Weg" ist für Nina wegen der großen Steine nicht geeignet, sie macht es sich in der Kraxe bequem und beobachtet flüchtende Eidechsen am Wegesrand, die sie inzwischen nicht mehr fürchtet sondern begeistert beobachtet. Bis zum Strand sind wir zwei Stunden unterwegs; dort sitzt eine Dame, die anscheinend die Schiffsbuchungen für die Fahrt nach Los Gigantes koordiniert.

Im Gegensatz zum Großteil der Wanderer steigen wir die Schlucht wieder hoch. Nachmittags erreicht die Sonne an vielen Stellen den Weg, und besonders das letzte Stück nach Masca hoch wird ziemlich durstig. Vor zwei Jahren waren wir die Schlucht Anfang Februar gegangen (und eine Stunde früher), damals war daher auch der Rückweg noch gut im Schatten gelegen.

Masca
Masca

Am Anfang der Schlucht
Am Anfang der Schlucht

Weiter unten wird es eng und recht eindrucksvoll
Weiter unten wird es eng und recht eindrucksvoll

Wie lange dieser Fels noch dort bleiben mag?
Wie lange dieser Fels noch dort bleiben mag?

Montag, 19.03.

Ruhetag

Dienstag, 20.03.

Roques de Chabao

Von Boca Tauce aus gehen wir auf dem Wanderweg Nr. 18 unterhalb des Roque Chabao vorbei bis in den Sattel zwischen Chabao und Montaña del Cedro. Von hier führt ein mit Steinmännchen markierter Pfad mehr oder weniger am Gratrücken entlang zum Nordgipfel des Roque Chabao (2225 m) und weiter zum Südgipfel (2221 m). Das Stück zwischen den beiden Gipfeln durchs Zederngehölz ist stellenweise etwas schwer zu finden.

Ab dem Südgipfel ist der Weg wieder deutlich, außer einem kurzes Steilstück (ein Felsloch, in dem ein alter Ast als Tritt dient) ist er einfach zu gehen.

Roques de Chabao
Roques de Chabao

Im Hintergrund Guajara und El Sombrero
Im Hintergrund Guajara und El Sombrero

Auf dem ersten (höheren) Gipfel der beiden Roques de Chabao der beiden Roques de Chabao
Auf dem ersten (höheren) Gipfel der beiden Roques de Chabao

Mittwoch, 21.03.

Pico del Teide über Montaña Blanca

Wir frühstücken eine Stunde früher, denn wir haben eine lange Tour vor. Um halb neun starten wir am Parkplatz der Montaña Blanca und folgen dem eintönigen Fahrweg. Die Ranger sind auch schon da und folgen uns unauffällig mit dem Auto, wohl um ganz sicherzugehen dass wir keinen verbotenen Abkürzer machen.

Im Gegensatz zu letztem Jahr ist der Weg vollständig schneefrei, nach drei Stunden sind wir am Refugio Altavista (3260 m). Wie immer ist hier kein Anzeichen von Bewartung zu erkennen; im geöffneten Vorraum gibt es Sessel und ein Sofa, einen Getränkeautomaten und einen Automaten für gebührenpflichtiges WLAN.

Das Wetter ist schön, aber windig. Wo es windgeschützt ist, wird es mit Jacke, Stirnband und leichten Handschuhen schnell zu warm, aber nach der nächsten Ecke ändert sich das gleich wieder.

Früher als erwartet sind wir schon um halb zwei an der Bergstation La Rambleta. Unser Gipfelpermit gilt erst ab 15 Uhr, und die Ranger nehmen das sehr genau. Nachdem wir die Zeit mit Herumsitzen und Herumspazieren überbrückt haben, stehen wir an der Kontrolle kurz vor drei leider hinter einer "organisierten" Gruppe, die ihre Namensliste anscheinend überhaupt nicht im Griff hat und von überall her ihre Teilnehmer zusammenrufen muss. Dabei scheinen auch einige zu fehlen und andere (die anscheinend für das - kostenfreie - Permit sogar 50 Euro gezahlt haben) sind nicht auf der Liste, was eine größere Diskussion zu verursachen scheint.

Kurz nach drei können wir endlich auch los, die 160 restlichen Höhenmeter sind dann nach nur 25 Minuten überwunden. Bis zur letzten Seilbahn können wir uns daher reichlich Zeit auf dem Gipfel nehmen. Nina hat die Gipfeletappe verschlafen, klettert jetzt aber fleißig an den Gipfelfelsen herum. Die Sicht ist etwas dunstig, so dass man die Nachbarinseln jetzt am Nachmittag nicht mehr sehen kann. Außerdem treten überall warme schweflige Dämpfe aus, eine Viertelstunde dort oben genügt uns.

Kurz nach vier sind wir zurück an der Seilbahn, mit der wir dann nach unten fahren (der Rückweg zu Fuß über Altavista wäre für Nina etwas lang). Einen Teil der Strecke von der Talstation zum Parkplatz nehmen mich andere Wanderer mit, so dass ich diesmal nicht die vollen drei Kilometer gehen muss.

Am Refugio Altavista (3260 m)
Am Refugio Altavista (3260 m)




Die Gipfeletappe ist heute stark bevölkert
Die Gipfeletappe ist heute stark bevölkert

Auf dem Pico del Teide (3718 m)
Auf dem Pico del Teide (3718 m)

Weg am Kraterrand
Weg am Kraterrand

Blick vom Gipfel zur Seilbahnstation
Blick vom Gipfel zur Seilbahnstation

Donnerstag, 22.03.

Ruhetag

Freitag, 23.03.

Montaña de Pasajirón - Roque de la Grieta

Morgens bringen wir meine Eltern zum Flughafen (sie haben nur zwei Wochen Urlaub gebucht) und fahren wieder hoch in die Cañadas. Wir nehmen den einfachen Aufstiegsweg zum Guajara über die Degollada de Guajara, also links um den Berg herum. Von dort steigen wir aber nach links zu den weiteren Cañadas-Randbergen. Die Montaña Pasajirón hatten wir letztes Jahr schon besucht, dahinter steht allerdings noch ein höherer Berg, der Roque de la Grieta. Vom Pasajirón geht es erst mal gut hundert Meter auf dem Cañadas-Höhenweg in eine Scharte hinunter, dann verläuft der Weg auf der Ostflanke des Roque de la Grieta. Von einem geeignet erscheinenden Punkt aus arbeiten wir uns durch Schotter, Felsen und Gebüsch aufwärts. Der Berg hat zwei Gipfel, die fast gleichhoch sind (Ost 2575 m, West 2573 m). Beide sind in ganz einfacher Kletterei zu erreichen und bieten einen ausgezeichneten Logenplatz über den Steilwänden, die die Cañadas hier begrenzen.

Zurück auf dem gleichen Weg, insgesamt sind wir 5 Stunden unterwegs. Es sind nicht sonderlich viele Höhenmeter, aber die Strecke ist recht weit.

Roque de la Grieta
Roque de la Grieta

 
 

Samstag, 24.03.

Ruhetag

Sonntag, 25.03.

Parador - Pico Viejo - Teide

Mit der Umstellung auf Sommerzeit fehlt uns sowieso eine Stunde, also müssen wir nicht unbedingt auch noch zum frühen Frühstück - auch wenn wir heute eine etwas ausgedehntere Tour auf dem Programm haben. Wir haben für heute nochmal ein Teide-Permit, das wir möglichst nutzen möchten.

Vom Parador Nacional führt ein Weg hoch zum Pico Viejo, von wo aus man dann weiter zur Seilbahnstation und ggf. auch weiter zum Teide gehen kann. Je nachdem, wie viele Pausen Nina braucht, könnte man die Unternehmung entsprechend flexibel gestalten.

Nach dem Start am Parador (09:50) geht es wie am vorletzen Montag rechts um die Roques de García herum; am Ende zweigt der Weg zum Viejo ab. Es geht durch Lavagelände, teils sandig, teils etwas unschöne runde Lavabröselchen, kurze Stücke auch durch unangenehme große (jüngere) Lavabrocken. Durch die große relativ gleichmäßige Flanke wirkt der Aufstieg eintönig, denn man sieht nie weiter als bis zum nächsten Lavastrom. Nina ist trotz des langen Sitzens guter Laune, nach der Sichtung einiger Eidechsen erzählt sie hinten in der Kraxe Geschichten von der kleinen Eidechse, die ihre Mama sucht, damit die ihr ein Buch vorlesen kann. Zwischendurch werden Berge und Felsen begrüßt.

Nach drei Stunden (ab Parador) erreichen wir den quer verlaufenden Weg Nr. 9, der vom Mirador de Chío herkommt.

Ich darf mir einen kurzen Abstecher zum Pico Viejo leisten, während Claudia und Nina auf dem Weg Richtung Seilbahnstation weiter marschieren. Auf 3200 m hole ich sie wieder ein und nehme Nina und Kraxe wieder auf. Mit dem schweren Gepäck (ca. 18 kg) ist der Weg durch das grobe und teils instabile Lavageröll recht mühsam, doch wir kommen noch passabel voran: Kurz vor drei erreichen wir am Mirador del Pico Viejo den geplättelten Weg zur Seilbahnstation. Genau richtig für unser Permit für den Zeitslot 15-17 Uhr.

An der Kontrollstelle ist viel weniger los als letzten Mittwoch, nach kurzer Kontrolle von Permit und Reisepässen können wir gleich weiter. Eine gute halbe Stunde brauchen wir heute für das letzte Stück, denn nun wird es doch ziemlich mühsam; nach insgesamt 6 Stunden sind wir am Gipfel.

Allgemein ist das Wetter heute deutlich freundlicher als letztes Mal, es weht nur sehr wenig Wind.

Wieder fahren wir mit der Seilbahn ins Tal. So gutgelaunt, wie Nina die lange Zeit in der Kraxe ausgehalten hat, muss es jetzt nicht noch ein mehrstündiger Abstieg sein.

Wieder fehlen uns ein paar Kilometer von der Seilbahnstation zum Auto; diesmal finden sich hilfsbereite Russen, die mir die vier Kilometer Fußmarsch zum Parador ersparen.

Roques de García und Teide
Roques de García und Teide

Viejo (links) und Teide (rechts): weit sieht´s aus
Viejo (links) und Teide (rechts): weit sieht´s aus

Bald sind wir am Pico Viejo. Der Sand ist etwas mühsam.
Bald sind wir am Pico Viejo. Der Sand ist etwas mühsam.

Pico Viejo (3135 m)
Pico Viejo (3135 m)

Von weiter oben sieht man den Krater des Viejo viel besser.
Von weiter oben sieht man den Krater des Viejo viel besser.

Kurz vorm Gipfel des Teide
Kurz vorm Gipfel des Teide

Krater, Pico del Teide
Krater, Pico del Teide

Montag, 26.03.

Ruhetag

Dienstag, 27.03.

Sombrero de Chasna

Bis etwa 1000 Meter Höhe liegen heute ungewöhnlich dichte Wolken. Unser Ausgangspunkt für die Tour liegt bei 2035 m und hat Sonne, die allerdings auch durch hohe Schleierwolken immer wieder abgedeckt wird. Dazu ist es windiger als die letzten Tage, wir hatten mit unseren Teide-Tagen offensichtlich großes Glück gehabt.

Der Sombrero de Chasna ist keine so große Tour, wir haben reichlich Zeit, und Nina kann heute lange Strecken selber laufen. Wir könne die schönen Pinienwälder lange genießen und Pinienzapfen und Stöckchen suchen.

Es gibt übrigens keinen Weg hinunter in die Cañadas von hier oben, die Einzeichnung in der Kompass-Karte ist offensichtlich veraltet. Was hier mal nach unten geführt haben mag, ist mittlerweile von Geröllrutschen großteils zerstört. Um die Randberge zu überquereun, gibt es also nur den offiziellen Weg zur Degollada de Guajara und den noch existierenden (aber nicht als nummerierter Weg ausgewiesenen) Weg zu Degollada de Ucanca.

Schöner Pinienwald auf dem Weg zum Sombrero de Chasna
Schöner Pinienwald auf dem Weg zum Sombrero de Chasna

Offensichtlich gibt es hier keinen Weg hinunter nach rechts
Offensichtlich gibt es hier keinen Weg hinunter nach rechts

Sombrero de Chasna (2405 m)
Sombrero de Chasna (2405 m)

Nina wandert
Nina wandert

Mittwoch, 28.03.

Guergues-Steig

Von Nordosten drücken Wolken herüber, in der Gegend von Masca ist es noch sonnig. Der Guergues-Steig verläuft über den Gratrücken südlich der Mascaschlucht zu einer verfallenen Finca. Es sind zwar nicht sehr viele Höhenmeter (wenn auch durch die vielen kleinen Gegensteigungen auf den Gratzacken was zusammenkommt), dafür gibt es immer wieder interessante Ausblicke in die Tiefe nach rechts oder nach links. Da die Wolken nach anderthalb Stunden anscheinend die Oberhand gewinnen, gehen wir nur bis zum Dreschplatz Los Pajares. Die zweihundert Meter zur Finca de Guergues abzusteigen - und ebenso nachher wieder hochzusteigen - lohnt sich heute nicht, der Blick auf die Steilküste ist in den Wolken verschwunden.

Der Steig führt über den rechten Berg
Der Steig führt über den rechten Berg

Masca, Passatwolken von Norden
Masca, Passatwolken von Norden

Der Weg ist sorgfältig gebaut
Der Weg ist sorgfältig gebaut

Das Stück ist exponiert, aber einfach
Das Stück ist exponiert, aber einfach

Donnerstag, 29.03.

Montaña de Guaza

Zum Abschluss joggen wir nochmal nach Los Cristianos, um von dort auf den Guaza zu steigen. Das Wetter ist eher bewölkt und windig, die Sicht nicht der Rede wert. Wegen des heutigen Generalstreiks geht es die ganze Strecke zu Fuß zurück, denn die Busse fahren nicht.


Hinweise (siehe hierzu auch die Hinweise zu Teneriffa 2007, 2010 und 2011 )

Veranstalter, Hotel

Diese Reise war wiederum pauschal gebucht bei 12fly (TUI). Wir sind wieder in dasselbe Hotel wie 2011 gegangen (Isabel Family Hotel, Costa Adeje), da die Anlage für Kinder gut geeignet ist. An den etwas begrenzten Spielmöglichkeiten für kleine Kinder (kein Sandkasten) hat sich allerdings nichts geändert. Am Babypool dagegen konnte sich Nina sehr gut auch lange Zeit friedlich selbst beschäftigen.

Hinweise zu den Wanderungen (soweit nicht bei den vorangegangenen Reisen schon angegeben)

Guajara (2715 m) Überschreitung (Rother-Tour Nr. 53)

Vor fünf Jahren war der kleine, ausgesetzte Weg von der Degollada de Ucanca über das Felsband zum Guajara in sehr schlechtem Zustand. Wahrscheinlich durch vorangegangene Unwetter war die Querung durch die Schuttflanke sehr heikel gewesen. Dieses Mal war der Weg deutlich besser, so dass wir ihn sogar mit der Kinderkraxe begehen konnten. Es erscheint mir aber günstiger, diesen Weg für den Aufstieg zu wählen und nicht wir im Rother-Führer beschrieben für den Abstieg: Wem die Ausgesetztheit nicht gefällt, kann so vor den Problemstellen umkehren (dann halt ohne Gipfel), während man in der Gegenrichtung wieder zurück zum Gipfel aufsteigen müsste. Außerdem ist die Route im Aufstieg leichter zu finden.

Beschreibung: 300 m südlich des Parador gibt es 3-4 Plätze zum Parken an der Straße, an der Einmündung eines Fahrwegs (Schranke, Radfahrverbot). Von hier 800 m auf dem Fahrweg nach Osten, bis von Norden ein Fußweg vom Parador her kommt. An dieser Stelle biegt man nach Süden in die Fortführung des Fußweges ab; sie ist nicht ausgeschildert. Es handelt sich aber um den Weg Nr. 31. Der Weg führt hoch zur Degollada de Ucanca, das letzte Stück quert nach rechts unter einem auffälligen Felsband. Nach einfacher Überwindung des Bandes wendet sich der Weg nach links bis zu einer Weggabelung (50 min. vom Parkplatz). Nach Süden abwärts führt ein Weg nach Vilaflor; zum Guajara nimmt man den Weg links, der zuerst 10 Höhenmeter in den eigentlichen Pass verliert und dann auf den Guajara zu am Gratrücken bzw. etwas links davon verläuft. Bei ca. 2510 m verlässt der Weg den Grat und quert durch den Hang nach links (sandig/geröllige Querung). Aufsteigend gelangt man auf das Felsband unterhalb der Gipfelwand, auf dem man recht einfach weiter nach oben gelangt. Bei 2650 m flacht sich das Gelände wieder ab, hier stark nach rechts (fast eine 180°-Kurve) halten um zum Gipfel zu gehen. Von der Degollada zum Gipfel 45 Minuten.

Ab dem Gipfel ist der Weg, zuerst Richtung Südosten, wieder mit Schildern markiert (Nr. 15). Er führt zur Degollada de Guajara. Von dieser aus kann man einfach nach Norden absteigen (Weg Nr. 5) und gelangt auf den Cañadas-Rundweg (Weg Nr. 4, das ist ein Fahrweg), der nach links mit ca. 35 m Gegensteigung zurück zum Parkplatz führt. Die Kehre am höchsten Punkt hat übrigens eine kleine Abkürzung links direkt hinunter. Abstiegszeiten: Guajara-Degollada 30 Minuten, Degollada-Parkplatz 1 h.

Ausgangspunkt: 2125 m, ±650 Höhenmeter, 10 km, Zeit gesamt ca. 3-4 h

Roques de García (Rother-Tour Nr. 52)

Weg Nr. 3, der Verlauf ist ziemlich offensichtlich. Wenn man die Roques im Gegenuhrzeigersinn umrundet, hat man auf der ersten Hälfte nur geringe Steigungen und noch relativ viel Publikum. Auf der Rückseite wird es ruhig und geht etwa 150 Höhenmeter hinunter, die man ganz am Ende natürlich wieder zurückerobern muss (steil, aber ordentlicher Weg).

Ausgangspunkt: 2150 m, ±240 Höhenmeter (mit Abstecher auf die Montaña de Roque südlich des Aussichtspunkts), 4.5 km, Zeit gesamt ca. 2 h

Roque de los Almendros (2523 m), El Sombrero (2531 m)

Der in der Kompass-Karte eingezeichnete Weg auf den Roque de los Almendros ist im Führer nicht beschrieben, aber vor Ort mit Steinmännchen markiert. Der beste Ausgangspunkt ist etwas unterhalb des Campingplatzes Las Lajas, ca. km 58.7 der Straße Vilaflor-Boca Tauce. Der Hauptweg führt zum Sombrero de Chasna; bei 2220 m zweigt ein unauffälliger Pfad nach links aufwärts ab. Es gibt immer wieder Steinmännchen, die man aber leicht aus den Augen verliert. Tendenziell hält man sich eher nach links, denn man muss oben die felsige Steilstufe des Gipfelbereichs umgehen. Ab ca. 2400 m ist recht klar, wo die schwächste Stelle liegt; folgt man der logischsten Linie, dann trifft man auch immer wieder Steinmännchen an (zur alleinigen Orientierung wären sie aber etwas knapp). Der Gipfelbereich ist flach, wie bei vielen Bergen am Rand der Cañadas.

Vom Almendros aus folgt man dem Gipfelplateau bzw. der Gratkante nach Nordwesten (P.2516 wird knapp links umgangen, kleine Scharte), bis man am Abbruch zum Sombrero hin relativ weit rechts deutliche Steinmännchen findet. Hier führt ein Weg hinunter durch den steilen Geröllhang zum Sattel zwischen Almendros und Sombrero (2401 m). Stellenweise ist das Gelände etwas lose. Vom Sattel findet man wieder deutliche Wegspuren zu einer günstigen Stelle, um den ersten Felsrücken zu überwinden; danach wieder mit Weg(spuren) rechts aufwärts. Auf den "Hut" hinauf findet sich ein verblüffend einfacher Durchgang (kurz Fels I).

Rückweg: Vom Sattel 2401 m aus sieht man einen Weg durch die Nordwestflanke des Roque de los Almendros. Wir sind zu weit oben gequert und haben uns durch viel Gestrüpp gearbeitet, bis wir ihn gefunden hatten. Ein kurzes Stück war der Weg dann recht anständig. Sobald man nach dem steilen Hang ins flachere Gelände kommt, werden die Wegspuren und Steinmännchen wieder spärlich. Wir haben die Straße nahe beim höchsten Punkt bei km 57 erreicht und sind entlang der Straße zurück zum Parkplatz gegangen.

Ausgangspunkt: 2100 m, ±580 Höhenmeter, 8 km, Zeit gesamt ca. 4 h

Los Silos - Erjos (Rother-Tour Nr. 17)

Wir haben nur den im Rother-Führer für den Abstieg angegebenen Weg für den Aufstieg benutzt, weil der der kürzere ist.

Ausgangspunkt: 109 m, +893 Höhenmeter, 5.6 km, Zeit gesamt knapp 3 h

Montaña de las Cuevitas (1807 m)

Um den Pinar de Chío herum gibt es einen Fahrweg und viele kleine Wegspuren, die auf die kleinen Vulkanhügel führen. Da das Gebiet außerhalb des Nationalparks liegt, gibt es hier kein strenges Wegegebot, so dass man auch in der Gegend herumspazieren kann. Da wir auf der Montaña Cascajo schon waren, sind wir diesmal auf den nächstbesten Hügel gestiegen.

Ausgangspunkt: 1625 m, ±200 Höhenmeter, 5 km, Zeit gesamt gemütlich 2 h

Barranco de Masca (Rother-Tour Nr. 24)

Diesmal war die Masca-Schlucht fast völlig trocken. Offiziell ist sie momentan wegen Steinschlaggefahr im unteren Teil gesperrt, das scheint aber niemanden zu interessieren. Der Weg war deutlich einfacher zu finden als vor zwei Jahren. Das Stück, das wir damals direkt im Bach zurücklegen mussten, ist nun gesperrt (der aufliegende Block sieht tatsächlich nicht mehr sehr vertrauenerweckend aus). Der Umweg verläuft über große Felsen, etwas leichte Kletterei.

Ausgangspunkt: 640 m, ±740 Höhenmeter (mit Gegensteigungen), 12 km, Zeit Abstieg 2h, Aufstieg 2 1/2 h.

Roques de Chabao (2225 m)

Die Roques de Chabao sind die Fortführung der Cañadas-Randkette nordwestlich von Boca Tauce. Rechts von ihnen führt Weg Nr. 18 am Rand des Lavafelds entlang in den Sattel zwischen Roques de Chabao und Montaña del Cedro und weiter nach Chío hinunter. Der Weg auf die beiden Roques ist teilweise zugewuchert, aber mit Steinmännchen markiert. Er beginnt im erwähnten Sattel und folgt mehr oder weniger dem Gratrücken auf den nördlichen Vorgipfel, dann durch einige grobe Blöcke auf den nördlichen Gipfel (2225 m). Zum südlichen Gipfel (2219 m) muss man recht gut aufpassen, um im dichten Wald und Geröll die Steinmännchen nicht zu verlieren. Ab dem südlichen Gipfel ist wieder ein ausgeprägter Weg vorhanden, der als Schlüsselstelle durch ein Felsloch führt, in dem man einen alten Ast als Tritt verwenden kann. Das ist zwar ein kurzes Kletterstück von zwei Metern, das aber überhaupt nicht ausgesetzt ist.

Ausgangspunkt: 2040 m, ±350 Höhenmeter, 5.8 km, Zeit gesamt ca. 3 h

Roque de la Grieta (2575 m)

Nordöstlich des Guajara stehen zwei Berge über 2500 m in der Cañadas-Randkette, bevor sie dann niedriger wird: Montaña Pasajirón (2529) und Roque de la Grieta (2575). Erstere wird vom Cañadas-Höhenweg fast überschritten (kurzer Abstecher zum höchsten Punkt, wobei der auf dem flachen Plateau nicht so offensichtlich ist). Der Roque de la Grieta wird vom Höhenweg ausgelassen, man kann den Randweg aber auf ca. 2420 m verlassen und sich durch den Hang weglos hocharbeiten - am besten wohl eher möglichst weit rechts. Da die Nationalparkgrenze auf dem Grat verläuft, darf man hier Wege auch verlassen. Der Roque de la Grieta hat zwei fast gleichhohe Gipfel; der nördliche scheint etwa zwei Meter höher zu sein. Für beide muss man die letzten Meter kurz einfach klettern (I).

Ausgangspunkt (wie Guajara): 2125 m. Zur Degollada de Guajara (2389) 1h 30min; auf den Pasajirón 30 min: in den Sattel und auf den Roque de la Grieta (mit etwas Suche) knapp 1 h; Rückweg 2 h.
Insgesamt ±800 Höhenmeter, 14 km, Zeit gesamt ca. 5 h

Pico Viejo (3135 m) - Pico del Teide (3718 m) (Rother-Tour Nr. 59, aber als Aufstieg)

Warum diese Tour im Rother-Führer als "schwierig" eingestuft ist, lässt sich nicht nachvollziehen, insbesondere da sie dort ja als Abstieg beschrieben ist. Im Aufstieg sind die insgesamt über 1700 Höhenmeter natürlich nicht wenig, aber technische Schwierigkeiten oder ausgesetzte Stellen gibt es auf diesem Weg überhaupt nicht.

Vom Parador sind wir dem Weg 3 rechtsherum um die Roques de García gefolgt, bis wir nach einer halben Stunde nach rechts auf den Weg 23 abgezweigt sind. Der Weg wird schlechter, im plattigen Lavagestein manchmal etwas schlecht zu sehen. Man erarbeitet sich langsam die Höhenmeter, die Hangneigung nimmt erst bei 2500 m zu; der Weg quer aber einige kleine Täler nach links und übersteigt immer wieder kleine Lavarücken (insgesamt ca. 50 m Gegensteigungen) bis zum Schild am Ende des Weges Nr. 23.

Auf 3050 m kommt von links der Weg Nr. 9, der vom Mirador de Chío auf den Pico Viejo und weiter zum Teide führt. Die Abzweigung vom Weg Nr. 9 zum Viejo ist hier aber schon vorbei: Um auf den Viejo zu gelangen, folgt praktischerweise man ein paar Minuten dem Weg zum Teide und nutzt dann Wegspuren nach links. Der Umweg lohnt sich sicher, wenn man den Krater noch nicht gesehen hat.

Der weitere Weg führt durch die steilen Lavaflüsse aufwärts. Man muss recht gut acht geben, ihn nicht zu verlieren, denn er windet sich meist an einem Gratrücken emport, quert aber immer wieder etwas zur Seite. Wenn man ihn verloren hat, merkt man es aber recht schnell an dem chaotisch wackeligen Lavageröll überall. Ab dem Mirador de Pico Viejo auf 3500 m ist der Weg wieder turnschuhgeeignet bis zur Seilbahn und (mehr oder weniger) bis zum Teide-Gipfel.

Permit: Für den Weg von der Seilbahnstation zum Gipfel des Teide braucht man eine kostenfreie Genehmigung, die man mittlerweile auch im Internet beantragen kann. Für die Zeiten 9-11, 11-13, 13-15 und 15-17 Uhr sind jeweils nur 50 Personen gleichzeitig zugelassen; das Permit muss mit Angabe des entsprechenden Zeitfensters reserviert werden. Erfahrungsgemäß sollte man sich spätestens eine Woche vor dem geplanten Termin darum kümmern. Vor 9 und nach 17 Uhr wird nicht kontrolliert.
Man erhält das Permit unter external linkwww.reservasparquesnacionales.es.
Man kann auch über lokale Veranstalter den Gipfel besteigen, dann kümmern sich diese anscheinend um die Genehmigung. Es sah so aus, dass die Veranstalter ihre Genehmigungen (die sie ja auch vorher reservieren müssen) gegen Geld abgeben (50 Euro wurde genannt), wenn sie ihre Gruppe nicht voll bekommen haben und daher kurzfristig noch Plätze frei haben

Ausgangspunkt: 2150 m, +1750 / -350 Höhenmeter, 12 km, Zeit gesamt ca. 6 h

Guergues-Steig (Rother-Tour Nr. 23)

Der Beschreibung im Rother-Führer ist kaum etwas hinzuzufügen. Der Weg ist sehr gut angelegt und kann nach den ersten paar hundert Metern eigentlich kaum verpasst werden. Das Stück mit luftiger Aussicht kurz vor dem Lomo de Tablada ist breit genug, um auch mit der Kindertrage ohne Bedenken dort vorbei zu kommen. Bei Nässe wäre der Weg vermutlich aber keine gute Idee. Wir sind nur bis zum Dreschplatz gegangen, weil die Aussicht zum Meer da schon von Wolken versperrt war. Die Weganlage bis dorthin ist durchaus spektakulär anzuschauen.

Ausgangspunkt: 983 m, ±430 Höhenmeter (bis Dreschplatz und zurück), 5.7 km, Zeit gesamt ca. 3 h

Montaña de Guaza (428 m)

Wir haben die "Besteigung" der Montaña de Guaza mit einer Joggingrunde an der Strandpromenade verknüpft: Zuerst vom Hotel an den Strand (Playa de Fañabé), dann am Strand entlang über Las Américas bis zum Ende in Los Cristianos (Playa Callao) sind es 8.5 Kilometer. Es gibt immer wieder Gegensteigungen auf der Promenade. Man kann die Treppen aber tatsächlich vollständig umgehen, so dass es auch mit Kinderwagen funktioniert. Man sollte mit Kinderwagen aber vor zehn Uhr morgens unterwegs sein, sonst kommt man kaum mehr durch die Menschenmassen hindurch.

Von der Playa Callao auf den Berg sind es 400 Höhenmeter auf einem kleinen Weg (ungeeignet für Kinderwagen).

gemessene GPS-Höhen auf Teneriffa

Die Höhenangaben sind aus den GPS-Messungen anhand vermessener Punkte aus der spanischen 1:25000-Karte korrigierte Werte. Die GPS-Höhen sind meist etwa 8 Meter, manchmal auch deutlich mehr höher als die Landkartenangaben.

Downloads (GPS-Tracks bzw. Wegpunkte)

****** folgen noch ******

Literatur

  • Rother Wanderführer "Teneriffa" von K. und A. Wolfsperger, 7. Auflage 2008, ISBN 978-3-7633-4016-3.
  • Kompass Wander-, Radtouren-, Freizeit- und Straßenkarte Teneriffa 1:50000 (Nr. 233)
    Diese Karte ist mit 100m-Höhenlinien nur bedingt zum Wandern in diesem zerklüfteten Terrain geeignet. Die eingezeichneten Wanderwege sind nicht immer korrekt.
  • Die amtlichen topographischen Karten 1:50000 gibt es im PDF-Format als Download beim external linkIGN España (in der Cartoteca, für Tenerife die Blätter 1088,1089,1091,1092,1096,1097,1102), allerdings sind sie teilweise ziemlich alt und ohne Einzeichnung von Wanderwegen. Bis zum Maßstab 1:25000 hinunter gibt es eine interaktive Karte (Cartografía/Iberpix), aber auch dort sind fast keine Wanderwege eingezeichnet.

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© 2012 Hartmut Bielefeldt

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Letzte Änderung am Samstag, 21. April 2012 durch Hartmut Bielefeldt