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Kilimanjaro 2004
Kilimanjaro
2004
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Kilimanjaro
praktische Hinweise

Kilimanjaro

Das Kilimanjaro-Massiv liegt etwa 3° südlich des Äquators in Tanzania, nahe der Grenze zu Kenia. Es besteht aus drei miteinander verbundenen Vulkanen unterschliedlichen Alters: Der älteste, Shira (4020 m) im Westen, ist fast vollständig zu einer Hochebene abgetragen; vom zweitältesten, Mawenzi (5149 m) im Osten, steht nur noch das steile und sehr brüchige Gestein des ehemaligen Vulkanschlots. In der Mitte steht der Kibo, der als einzige von den Dreien noch aktiv ist, wenn er auch momentan schläft. Der höchste Punkt des Kibo und damit auch von ganz Afrika ist der Uhuru Peak (5896 m) am westlichen Rand des Kraters.

Das ganze Gebirge hat eine Ausdehnung von etwa 60 km in Ost-West- und 40 km in Nord-Süd-Richtung. Der Kibo überragt die Ebenen der weiteren Umgebung um über 4000 Meter. Daher trifft man beim Aufstieg von den Tropen bis zu den Gletschern alle Vegetationsstufen der Erde an - das macht einen besonderen Reiz aus.

Der globale Klimawandel zeigt sich am Kilimanjaro besonders ausgeprägt: Viele Klimaforscher rechnen damit, dass von den einst so berühmten Gletschern am Äquator in zwanzig Jahren nichts mehr übrig sein wird.

Besteigung des Kilimanjaro

Der Kilimanjaro ist ab knapp 3000 m komplett ein Nationalpark. Für eine Besteigung des Berges benötigt einen Führer (das ist von der Nationalparkbehörde vorgeschrieben), einen Koch und diverse Träger, die unter anderem das Essen für die 5-7 Tage am Berg transportieren. Im Nationalpark gibt es nichts zu kaufen. Unorganisierte Besteigungen sind nicht zu empfehlen, weil die Führer verpflichtet sind, Touristen ohne Begleitmannschaft zu melden.

In der kürzesten Variante (wie wir sie gewählt hatten) erreicht man den Gipfel am vierten Tag nach dem Abmarsch am Nationalpark-Gate. Man verbringt dann insgesamt fünf Tage im Nationalpark. Wenn man ein oder zwei Tage mehr Zeit für den Aufstieg einplant, steigen die Chancen, den Gipfel zu erreichen, denn man hat mehr Zeit um sich an die Höhe anzupassen, bevor es in der letzten Etappe über 5000 m hinausgeht.
Es gibt diverse Routen auf den Kilimanjaro:

  • Marangu

    Die Normalroute, die vom Marangu Gate (1800 m) im Südosten des Massivs über die Hütten Mandara (2700 m), Horombo (3700 m) und Kibo (4700 m) zum Gillman's Point (5681 m) führt. Von dort geht es am südlichen Kraterrand zum Uhuru Peak (5896 m). Besonders die zweite und dritte Etappe beinhalten lange Strecken mit wenig Höhengewinn. Wir sind diese Route abgestiegen und fanden den mittleren Teil eher langweilig. Das kann auch daran liegen, dass einige Quadratkilometer entlang der Route durch einen Waldbrand sehr stark in Mitleidenschaft gezogen sind. Steil wird es erst ab der Kibo Hut; von dort führt der Weg in endlosen Serpentinen durch eine Gerölllandschaft zum Kraterrand. Von der Kibo Hut zum Gillman's Point dauert etwa 5 Stunden, der Weiterweg zum Uhuru Peak ist wieder flacher und dauert etwa 1-2 Stunden. Augenscheinlich gehen die meisten Besucher den Berg auf dieser Route an.

  • Nalemoru (Loitokitok)
    Von Nalemoru (2000 m) nahe der kenianischen Grenze steigt man relativ direkt mit zwei Übernachtungen (auf 2600 und 3900 m) auf den Kibo-Sattel zu. Vor Erreichen des Sattels geht es etwas nach rechts, und man kommt zur School Hut (4700 m). Bis dort ist es zwar steiler als auf der Normalroute, trotzdem aber durchwegs gemütliches Wandergelände. Oberhalb der School Hut führt der Weg die steileren Hänge hoch und trifft nach etwa zwei Stunden unterhalb der Hans-Meyer-Höhle auf die Normalroute.
  • Rongai
    Unterscheidet sich nur im unteren Teil von der Nalemoru-Route, indem man von Rongai (etwas weiter westlich) ausgeht.
  • Kikeleva
    Ähnliche Routenführung wie Nalemoru, außer dass man durch einen Abstecher an den Fuß des Mawenzi einen Tag länger unterwegs ist und sich entsprechend besser akklimatisieren kann.
  • Shira
    Führt von Nordwesten über das Shira Plateau zum Gipfel und trifft sich auf ca. 4000 m mit der Machame-Route.
  • Machame
    Vom Machame Gate (ca. 1900 m) im Südwesten des Berges führt die Route zur Machame Hut (3000 m) und weiter zur Shira Hut (3850 m) im Westen des Kibo, wo sie die Shira-Route trifft. Weiter oben gibt es zwei Varianten: Über Barranco Hut (4000 m) zum Arrow Camp (4800 m), und am fünften Tag über den Western Breach (leichte Kletterei) zum Uhuru Peak, oder erst am Südhang querend über Barranco Hut zur Barafu Hut (4600 m) und von dort am fünften Tag steil in Serpentinen zum Stella Point, einem Sattel zwischen Gillman's Point und Uhuru Peak, an dem man den Kraterrand erreicht.
  • Umbwe
    Die Umbwe-Route führt direkter als die Machame-Route zur Barranco Hut.
  • Mweka
    Die Mweka-Route ist der direkte Zustieg zur Barafu Hut von Süden.

Für die Gipfeletappe startet man auf jeden Fall sehr früh, damit man den Gipfel erreicht, bevor die Quellwolken die Fernsicht versperren. Die anderen Tagesetappen sind ca. 3 bis 8 Stunden lang.

Amboseli-Nationalpark

Auch wenn man nur die kürzeste Besteigungsvariante wählt, sollte man zumindest einen Tag der afrikanischen Tierwelt widmen. Bei der Anreise von Kenia aus bietet sich der Amboseli-Nationalpark an. Die Anzahl und Vielfalt der Tiere dort ist wirklich sehenswert, auch wenn man an bewölkten Tagen auf den Kilimanjaro als Bildhintergrund verzichten muss.

Formalitäten/Visa/Impfungen

Für Kenia benötigt man als Deutscher ein Visum, das bei der Botschaft in Berlin recht zügig ausgestellt wird. Mit 57 Euro ist es allerdings auch nicht gerade billig. Das Visum für Tanzania kostet 30 Euro und wird ähnlich schnell von der tansanischen Botschaft in Berlin ausgestellt. Beim Grenzübertritt von Kenia nach Tanzania benötigt man offziell eine Gelbfieberimpfung mit Nachweis (für die direkte Einreise in eines der beiden Länder von Europa ist das nicht notwendig). Die Impfung wurde in unserem Fall nicht kontrolliert.

Veranstalter, Kosten

Wir haben diese Reise komplett in Deutschland bei Hauser Exkursionen, München, gebucht. Da wir beide aus berufliche Gründen nicht viel Zeit zur Verfügung hatten und der Termin der Hauser-Reise genau gepasst hat, haben wir uns nicht die Mühe gemacht, eine individuelle Reise vor Ort zu organisieren. Das geht natürlich auch, kostet aber eine gewisse Menge an Zeit und wird nicht viel günstiger. Eine Mannschaft mit Führer, Koch und Trägern braucht man sowieso, weil das von der Nationalparkbehörde vorgeschrieben ist. Zum Lohn für die Mannschaft kommen die nicht unerheblichen Gebühren für den Nationalpark (ca. 300 US$ pro Person). Das alles ist in der "Pauschalreise" von Deutschland aus inbegriffen, zu Preisen von ca. 2200 Euro. Dazu kommen nur noch Trinkgelder (ca. 50 Euro), Visagebühren (87 Euro), der Safaritag (78$) und persönliche Ausgaben/Getränke.

Unsere Mannschaft am Kilimanjaro

Die Begleitmannschaft besteht aus einem Führer, einem Koch und mehreren Trägern. Im Allgemeinen ist auch ein Assistant Guide dabei, damit bei Problemen Einzelner nicht die ganze Gruppe absteigen muss. Die Mitglieder unserer Begleitmannschaft:

  • Emmanuel Ndemi (Guide)
  • Aloyce Alfready (Assistant)
  • Arcard Stanslaus (Koch)
  • Evance Costantine
  • Muibu Bakari
  • Zamiru Abdi
  • Elias Mgonja
  • Efrem Farosi

Jeder hat immer freundlich, engagiert und gut gearbeitet, um uns eine reibungslose und angenehme Kilimanjaro-Besteigung zu ermöglichen. Emmanuel hatte es mit unserer recht homogenen Dreiergruppe (außer uns beiden hatte sich für diesen Termin nur Klaus Profanter, ein fitter und netter Bergkamerad, angemeldet) sicherlich leichter als mit einer zehnköpfigen Gruppe vom Twen bis zum Opa. Das fast übervorsichtige "pole,pole" und die beinahe zwanghaft langen und häufigen Rastpausen sind sicherlich eine Folge davon, dass (besonders auf der Normalroute) viele unerfahrene und unvorsichtige Wanderer unterwegs sind, die sich mit dem Thema Akklimatisation überhaupt nicht auseinandergesetzt haben. Abgesehen davon schadet es nichts, die Tagesetappen ruhig anzugehen, denn es ist genug Zeit vorhanden. Ab 3000-4000 m kann man die Folgen einer kurzzeitigen Überanstrengung nicht mehr so leicht wegstecken, und das kann einen durchaus den Gipfel kosten. Besser pole, pole: Wer in der Höhe schneller geht als ein Ochse, ist selber einer.

Insgesamt waren wir mit unserer Mannschaft und auch der gesamten Organisation sehr zufrieden. Im Vergleich zu unseren vorangegangenen Bergreisen ein Kurzurlaub, aber der war perfekt.

Suaheli und sonstiger Originalton für Anfänger

  • pole, pole - langsam, langsam
  • haraka, haraka - schnell, schnell (braucht man normalerweise nicht)
  • jambo - (allgemeiner Gruß)
  • karibu - (nein, kein Rentier...) Willkommen
  • gemma, gemma, langsam - kein Suaheli, sondern Emmanuels Ruf zum Aufbruch nach der Pause
  • gucken kostet nix - (Originalton) was man von Souvenirverkäufern so zu hören bekommt

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Hartmut Bielefeldt
Sonnhalde 8
D-88699 Frickingen
© 2004 Hartmut Bielefeldt

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Letzte Änderung am Sonntag, 21. März 2004 durch Hartmut Bielefeldt