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Glungezer - Rosenjoch (2797 m)
7. August 2020

Der Sommerurlaub 2020 fällt etwas bescheidener aus als in manch anderen Jahren, das ist aber an sich nicht schlimm. Man kann sich auch in Tirol gut beschäftigen. So sind wir seit einigen Tagen auf dem Campingplatz in Weer und haben schon einiges unternommen. Für heute darf ich mir eine längere Wanderung vornehmen, Nina und Claudia beschäftigen sich derweil im Freibad in Schwaz.

Ausnahmsweise benutze ich die Bergbahn von Tulfes zum Glungezer. Ohnehin ist nur die erste Sektion bis 1567 m in Betrieb, der obere Teil wird gerade neu gebaut. Mit Naturerlebnis hat diese Gegend recht wenig zu tun. Eher werden hier industrielle Personenbeförderungsmittel auf ein entsprechend modifiziertes Freizeit-Terrain ausgerollt. Na gut, die Baustelle habe ich nach einer Stunde hinter mir.

Bei der Tulfeinalm verlasse ich die Straße und folge einem schmalen Weg, der in einem Rechtsbogen von Westen her auf den ersten Gipfel führt, die Sonnenspitze (2639 m). In einem Sattel dahinter duckt sich die Glungezerhütte, und danach folgt ein langer Grat mit vielen kleinen Erhebungen nach Süden. Eine dieser Erhebungen ist der Glungezer (2677 m), aber welches genau der höchste Punkt ist, erschließt sich mir selbst mit dem GPS nicht. Auf jeden Fall nicht der Ort, wo das große Gipfelkreuz steht. Der steht deutlich zu weit im Norden. Vielleicht stand ja der kleine Sendemast auf dem Gipfel.

Erster Teil entlang der Skipiste
Erster Teil entlang der Skipiste




Blick Richtung Innsbruck
Blick Richtung Innsbruck

Tulfein-Alm, Glungezer bzw. Sonnenspitze
Tulfein-Alm, Glungezer bzw. Sonnenspitze

Weg zur Sonnenspitze
Weg zur Sonnenspitze

Inntal
Inntal

Sonnenspitze und Glungezerhütte
Sonnenspitze und Glungezerhütte

irgendwo auf dem Glungezer
irgendwo auf dem Glungezer

Auf jeden Fall kommt dann irgendwann die Gamslahnerspitze (2669 m), von dort geht es deutlich runter ins Kreuzjöchl und danach genauso deutlich hoch zur Kreuzspitze (2746 m). Ausgerechnet dieses Kreuz ist kaputt und liegt auf dem Gipfel. Der ganze "Weg" ist zwar markiert (teils aber recht spärlich) und nicht besonders schwierig, aber er besteht aus einem Gratrücken voll mit grobem Geröll und Felsblöcken, über die man balancieren muss. Richtiges Gehen gibt es höchstens mal für zwanzig Meter, dadurch kostet das Vorankommen eine Menge Zeit. Von der Sonnenspitze bis zur Kreuzspitze bin ich genau zwei Stunden unterwegs.

Das Rosenjoch ist der höchste Berg in dieser Gruppe, bis dahin möchte ich auf jeden Fall noch kommen. Am Sattel zwischen Kreuzspitze und Rosenjoch wird das Terrain endlich wieder leichter zu begehen, dafür sieht das Rosenjoch als Berg ziemlich unspektakulär aus. Um 14 Uhr bin ich auf dem höchsten Punkt der Schotterhalde (2797 m). Jetzt bin ich seit 5 Stunden unterwegs; die letzte Seilbahn fährt um 17 Uhr. Wenn ich den gleichen Weg zurückgehe, wird das ziemlich knapp. Also kann ich genausogut nach Norden Voldertal absteigen, da müssten es weniger Gegensteigungen und hoffentlich bessere Wege sein.

Auf dem Grat mit Blick auf Gamslahnerspitze, Kreuzspitze und Rosenjoch (v.r.n.l.)
auf dem Grat mit Blick auf Gamslahnerspitze,
Kreuzspitze und Rosenjoch (v.r.n.l.)


ein typisches ´Weg´stück
ein typisches "Weg"stück

                                                                               
Rosenjoch; Karwendel
Rosenjoch; Karwendel

Das wäre der Weiterweg Richtung Lizumer Hütte
Das wäre der Weiterweg Richtung Lizumer Hütte

von unten sieht die Kreuzpitze richtig nach Berg aus
von unten sieht die Kreuzpitze richtig nach Berg aus

oberhalb der Gwannschafalm
oberhalb der Gwannschafalm

Gwannschafalm (1966 m)
Gwannschafalm (1966 m)

Weiter unten wird es abenteuerlich
Weiter unten wird es abenteuerlich

Der Weg die 800 Höhenmeter runter zur Gwannschafalm ist oft nur eine Andeutung einer Spur, und mehrmals halte ich einen hellen Felsen fälschlich für eine Markierung und muss dann zurück und die Spur wieder suchen. Unterhalb der Alm nehme ich den direkten Weg nach Schwarzbrunn, der zuerst markiert und gut sichtbar ist. Weiter unten ähnelt es eher einer Dschungeldurchquerung. Der Pfad ist von Farn überwuchert, ich weiß oft nicht, ob kleine Aussparungen zur Seite einfach Hangrutschungen sind oder ob das der Weg sein soll.

An der Jagdhütte Schwarzbrunn (1573 m) gibt es wieder einen ordentlichen Weg. 16 Uhr, jetzt geht es nur noch das Tal hinaus. Es gibt zwischendurch noch eine Abzweigung, die zur Seilbahn-Bergstation führen würde, aber da müsste ich nochmal 200 Höhenmeter hoch, und ob das dann zeitlich reicht, weiß ich auch nicht. Ich bleibe im Tal und verlasse es erst bei Volderwildbad Richtung Tulfes. Dass es dort auch hundert Meter hoch geht, war auf der Karte nicht so offensichtlich. Zumindest habe ich keine Eile, das Wetter ist den ganzen Tag schön. Um halb sechs bin ich am Parkplatz, nach 8 1/2 Stunden. Zusammen mit allen Gegensteigungen waren es 1900 Höhenmeter bergauf und 2500 bergab.

Praktische Hinweise

GPS-Track von dieser Tour auf der Landkarte oder als GPX-Datei

Glungezer (2677 m) - Rosenjoch (2796 m)

Den Glungezer erreicht man von der Mittelstation der Glungezerbahn in etwa 2 1/2 Stunden, wobei die erste Stunde bis zur Tulfein-Alm über die Skipiste oder die Straße nicht sonderlich spannend ist. Von dort gibt es drei Möglichkeiten:

  • an der Kehre hinter der Tulfeinalm geradeaus weiter einen kleinen Weg, der erst nur wenig aufsteigend später durchs Frauental von rechts auf die Sonnenspitze führt.
  • dem Fahrweg folgend zum Tulfeinjöchl und von dort zur Glungezerhütte
  • zwischen diesen beiden Möglichkeiten über den Glungezer-Klettersteig (B/C) über einen mäßig ausgeprägten Grat

Ich bin nur die erste Variante selbst gegangen.
Von der Glungezerhütte aus erstreckt sich ein langer Gratrücken nach Süden. Der Weg folgt ihm mehr oder weniger direkt auf dem Grat, der meist aus zerborstenen Felsen besteht. Die Route ist einigermaßen gut markiert, manchmal rennt man aber auch an Markierungen vorbei und muss dann wieder etwas suchen. Die Route ist nicht schwierig (T3), an kurzen ausgesetzteren Passagen hängen Seile oder Ketten. Meist ist es aber problemlos. Das unebene Terrain macht das Vorwärtskommen allerdings recht langsam.
Von der Glungezerhütte aus erstreckt sich ein langer Gratrücken nach Süden. Der Weg folgt ihm mehr oder weniger direkt auf dem Grat, der meist aus zerborstenen Felsen besteht. Die Route ist einigermaßen gut markiert, manchmal rennt man aber auch an Markierungen vorbei und muss dann wieder etwas suchen. Die Route ist nicht schwierig (T3), an kurzen ausgesetzteren Passagen hängen Seile oder Ketten. Meist ist es aber problemlos. Das unebene Terrain macht das Vorwärtskommen allerdings recht langsam.
Ab dem Sattel südlich der Kreuzspitze wird das Gelände deutlich einfacher, das Geröll ist kleingliedriger. Ich bin von dort bis zum Rosenjoch gegangen, weil das der höchste Punkt der Kette ist. Man kann den Grat weiter zur Grünbergspitze gehen und von dort recht länglich weiter über Naviserjoch, Mölsjoch und Klammjoch zur Lizumer Hütte gehen. Das ist dann allerdings eine ziemlich ausführliche Tagesetappe von etwa 8 Stunden, für die man besser in der Glungezerhütte übernachtet.

Benannte Gipfel entlang des Kamms von Nord nach Süd:

BergHöhe (m)Schartenhöhe (m)GPS (m)
Sonnenspitze2639292634
Glungezer26771022675
Gamslahnerspitze2669282669
Kreuzspitze2746662746
Rosenjoch27964662795
Grünbergspitze2790(70)-
Grafmartspitze2720(20)-
Naviser Sonnenspitze2619(39)-

Bei den von mir Besuchten habe ich die Schartenhöhe (nach GPS) ergänzt. Die Gamslahnerspitze ist auf allen verfügbaren Karten mit 2681 m angegeben, was offensichtlich nicht zutrifft: sie ist niedriger als der Glungezer, ganz egal wo der Glungezer tatsächlich ist. Ich verwende daher hier meine GPS-Messung 2669 m direkt ohne irgendeine spekulative Korrektur.
Wer möchte, kann diese Erhebungen auch als "seven tuxer summits" bezeichnen.

Für mich, der abends wieder zurück im Tal sein sollte, war am Rosenjoch der Umkehrpunkt. Von dort aus habe ich einen Rückweg gesucht, der mich ohne die endlosen Gegensteigungen des Grats zurück Richtung Tulfes bringt. Auf der Karte offensichtlich bietet das der Abstieg ins Gamskar zur Gwannschafalm und weiter ins Voldertal. Der erste Teil durchs Gamskar scheint sehr wenig begangen, es gibt oft kaum sichtbare Pfadspuren. Wenn die Markierungen weiter auseinanderliegen, kann man auch schon mal den falschen Grashang erwischen. Ab der Gwannschafalm wird das Gelände steil und stark bewachsen. Wahrscheinlich ist es günstiger, sich weiter rechts zu halten (also weiter zu queren) und nicht den Weg Richtung Schwarzbrunn zu nehmen, sondern den Talgrund weiter östlich zu erreichen. Der direkte Weg "Schwarzbrunn" war anfangs ordentlich, wurde aber immer schmaler, rutschiger und auch schwerer zu finden.

Der restliche Weg das Tal hinaus und herüber nach Tulfes ist dann länglich, aber offensichtlich und breit genug. Zum Gasthaus Windegg geht es noch mal gut 100 Meter hoch, das sieht man auf der Karte nicht auf den ersten Blick. Einen Fahrradverleih bei der Jagdhütte Schwarzbrunn würde ich mir noch wünschen, das würde manches weniger mühsam machen ;-)


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© 2020 Hartmut Bielefeldt

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Letzte Änderung am 26. September 2020 durch Hartmut Bielefeldt