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Mont Vélan (3731 m) - Wallis
Skitour

Bericht
11.-12. März 2000

Samstag
Das ungewöhnliche Zusammentreffen von Schönwetter mit einem Wochenende bewegt uns, endlich mal wieder eine anständige Tour anzupeilen - trotz der noch etwas lästigen Bronchitis, die letztes Wochenende sogar am Hüeneri (der nun wahrhaftig keine so große Herausforderung ist) noch richtig störend war.
So machen wir uns von Bourg-St-Maurice am Großen St. Bernhard aus auf den Weg zur Cabane du Vélan. Das sind nach Karte nur 900 Höhenmeter. Es werden aber knapp über 1000 Meter daraus, denn auf der Karte ist der Platz der alten, abgebrannten Hütte eingezeichnet. Die neue Hütte liegt 70 Meter höher, auf 2642 m.
Der Weg führt zuerst dem Valsorey entlang. An den Südhängen ist es teils recht grün; trotzdem kann man dieses Stück im Wesentlichen mit Ski zurücklegen, auch wenn auf ein paar Stückchen (jeweils so 10-50m) der Schnee ausgeht.
Ab etwa 2200 m geht es endlich richtig bergauf. Das wird auch bald so steil, dass die Spur, der wir hier folgen, plötzlich endet und als Fußspur geradewegs den Schnee-/Geröllhang hinaufzieht. Wir tragen die Ski bis auf den Moränenrücken und folgen von dort dem Rücken bis zur Hütte. Knapp viereinhalb Stunden von Bourg-St-Pierre.
Nachdem die alte Hütte abgebrannt war, ist die Cabane du Vélan vor einigen Jahren etwas oberhalb komplett neu gebaut worden. Die neue Hütte erinnert von außen an eine Mischung von UFO und Schiffsbug, ist auf jeden Fall sehenswert. Da die Fenster eher klein sind, wirkt sie größer, als sie innen dann tatsächlich ist. Besonders die Schlafplätze sind in der Breite recht spartanisch ausgelegt.
Cabane du Vélan
Cabane du Vélan
Sonntag
Allgemeines Frühstücken ist um 6 Uhr angesagt; da wir erstens kein Frühstück nehmen und zweitens wegen der langen Heimfahrt lieber etwas mehr Zeit haben, stehen wir um fünf auf und gehen um viertel vor sechs Uhr los.
Nach kurzem Aufstieg und einer langen flachen Querung stehen wir um halb acht vor dem Col da la Gouille. Die Spur zur Scharte (3150 m) hinauf ist gut ausgetreten, und teilweise schauen auch die Ketten unter dem Schnee hervor. So ist dieses Stück auch mit den Ski auf dem Rucksack gut zu machen. Nach den ersten zehn Metern auf der anderen Seite hinunter scheint aber die Spur im Nichts zu enden. Zusammen mit der ersten Vierergruppe, die uns mittlerweile eingeholt hat, richten wir ein Sicherungsseil ein und erreichen so gut den Gletscherrand. Unser Seil lassen wir für den Rückweg hängen.
Aufstieg zum Col de la Gouille
Aufstieg zum Col de la Gouille
Nach dem Pass geht es wieder einfacher weiter
Nach dem Pass geht es wieder einfach weiter.
Der weitere Weg führt nun über zwei Gletscherböden problemlos, aber zunehmend mühsam zum Gipfel, der aus einem großen Gletscherplateau besteht. Auf 3731 m ist die Luft schon einigermaßen dünn - besonder so früh im Jahr als erste höhere Tour merkt man das deutlich. Bei schönstem Wetter können wir rundum eine gute Aussicht genießen, besonders auf Mont Blanc, Aostatal, Matterhorn und Monte Rosa, und natürlich zum nahen Grand Combin.
auf dem Gipfel
Auf dem Gipfel, der Grand Combin ist zum Greifen nah

Die Abfahrt bietet eher begrenzten Genuss. Im oberen Bereich ist der Schnee meist hart und windverpresst mit kleinen Windgangeln. Der Col de la Gouille dauert seine Zeit, ist aber kein ernsthaftes Problem (aber auch nicht gerade langweilig).
wieder auf dem Col de la Gouille
Wieder auf dem Col de la Gouille, Blick zurück

Von der Hütte abwärts gibt es in der ersten Hälfte hauptsächlich großzügig Bruchharsch; weiter unten ist der Schnee bis zum Boden durchfeuchtet, und man bricht immer wieder bis aufs Gras durch. Meist aber nur mit einem Ski, was einen äußerst kurzen Bremsweg zur Folge hat.
Mont Vélan (rechts) aus der Ferne
Mont Vélan (rechts) aus der Ferne

Praktische Hinweise

Cabane du Vélan (2642 m)
Tel. Cabane du Vélan: +41 27 787 1313
Sehr futuristischer Bau, aber Lager leider recht sparsam in der Breite (und so dick bin ich wirklich nicht...). Bewartung ab ca. Mitte März; dieses Jahr war der 11.3. der erste Tag, an dem der Hüttenwart da war. Leider nimmt der Hüttenwart keinen allzu großen Anteil an den bergsteigerischen Details der Route. Ich persönlich habe es lieber, wenn man bei der Rückkehr zur Hütte mit dem Hüttenwart ein bisschen darüber plaudert. Aber das ist auch eine Frage der persönlichen Präferenzen.
Hüttenweg
Die Straße ins Valsorey ist im März noch völlig zugeschneit, man startet also an der Umgehungsstraße von Bourg-St-Pierre (1655 m). Am Südhang an der Alp Cordonna vorbei bis zum Wegzweig Cabane du Vélan/Cabane de Valsorey in einer großen Ebene. Rechts aufsteigend zum Moränenkamm und zur Hütte, ca. 4-5 Stunden von Bourg-St-Pierre.
Aufstieg zum Mont Vélan (3731 m)
Von der Hütte rechtshaltend auf den Gletscher, bis man eben nach links queren kann. In maximalem Abstand von der Nordwand des Mont Vélan auf den Col de la Gouille (3150 m) zu. Die letzten 50 Höhenmeter zu Fuß, man startet deutlich links des Einschnitts und geht im wesentlichen querend rechts hoch entlang den (meist verschneiten) Ketten. Auf der Ostseite sind die ersten Meter einfach, aber dann wird es plözlich sehr steil. Rechts hängt eine Schlinge, an der man ein Seil zum Abseilen einhängen kann. Nach ca. 20 Metern wird es wieder einfaches Gehgelände. Wir haben das Seil allerdings als durchaus vorteilhaft empfunden, insbesondere für den Wiederaufstieg.
Der Rest der Strecke zum Gipfel ist meist flaches Gletschergelände. Der erste Abbruch wurde in unserem Fall links, der zweite weit rechts umgangen; dann folgt der Gipfelhang, und dann wird es allmählich flach zum Gipfelplateau hin. Einige Querungen sind relativ steil, aber eher kurz. Von der Hütte zum Gipfel ca. 5-6 Stunden.
Führer/Karte
Führer:
  • SAC, "Alpine Skitouren 3, Walliser Alpen" (1991), Route 356
  • SAC, "Hochtouren im Wallis" (CD-ROM, 1998), Route 210
  • SAC, "Guide des Alpes Valaisannes II" (1987), Route 159
Landkarte:
  • 1:50000 LKS 282S "Martigny" für den Hüttenweg, 283S "Arolla" für den Berg
  • 1:25000 LKS 1366 "Mont Vélan", (1345 Orsières)

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© 2000 Hartmut Bielefeldt

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Letzte Änderung am 09. August 2002 durch Hartmut Bielefeldt